Archiv für den Monat: September 2019

Tierfotografie – Tipps für bessere Tierbilder

Tierfotos können in den unterschiedlichsten Umgebungen geschossen werden. Zum einen können Fotos von den eigenen Haustieren oder Weidentieren geschossen werden. Diese Tiere sind meist zutraulich und man hat mehr Zeit ein gutes Motiv zu treffen. Eine andere Möglichkeit der Tierfotografie bietet sich in Tierparks oder Zoos.

Hierbei gibt es aber teilweise mehr Hindernisse wie Gitterstäbe oder andere Besucher und man braucht eventuell mehr Geduld, um ein gutes Foto zu schießen.

Am schwierigsten ist es, Tiere in freier Natur zu fotografieren und man muss oft lange warten, bis ein Tier überhaupt zu sehen ist und es ist viel schwieriger den richtigen Moment fürs Fotografieren abzupassen.

Welche Kamera braucht man für die Tierfotografie?

spatz vogel zweig sitzend tier

Für alle genannten Umgebungen gibt es unterschiedliche Kameras oder Kameraeinstellungen, um gutes Tierfotos zu schießen. Wer es sich zum Ziel gesetzt hat eigene, professionelle Tierfotos zu schießen, braucht zunächst eine für dieses Einsatzgebiet geeignete Kamera.

Eine Vollformatkamera kann, wenn sie richtig eingestellt ist, perfekte Resultate bringen.

Sie eignet sich auch für die meisten anderen Arten von Fotos (z.B. Menschenportraits) sehr gut. Eine weitere Option für gute Tierfotos sind sogenannte „Crop-Kameras“, z.B. mit einem APS-C Sensor.

Beide Kameraarten können bei der Tierfotografie genutzt werden.

Welche Objektive bzw. Brennweiten sind wichtig?

Je nachdem wie nah oder weit ein Objekt entfernt ist, wird eine unterschiedliche Brennweite benötigt, um gute Bilder zu schießen. Bei der Tierfotografie gibt es im Wesentlichen die Möglichkeit von Aufnahmen eines ganzen Tieres, Portraits oder Nahaufnahmen.

Für die meisten Aufnahmen eines kompletten Tieres in der freien Natur eignen sich lange Brennweiten am besten. Eine gute Fotoqualität der Tierfotografie kann auch durch lange Teleobjektive erreicht werden. Durch eine große Brennweite können auch weit entfernte Objekte scharf fotografiert werden.

Dies ist zum Beispiel beim Fotografieren von scheuen Tieren wie z.B. Vögeln nützlich, welche weg fliegen würden, falls man ihnen zu Nahe kommt. Für solche Tieraufnahmen können unterschiedliche Brennweiten zwischen 100 – 800 mm geeignet sein.

Für Tierportraits eignen sich wiederum andere Brennweiten besser. Diese sind zum Beispiel beliebt bei Haustieren oder Pferden. Hierbei ist es möglich relativ nah an das Tier heranzukommen und es können kürzere Brennweiten verwendet werden. Eine Möglichkeit ist z.B. eine Brennweite von 50 mm, welcher dem normalen Wert des menschlichen Auges entspricht.

Bei Portraitaufnahmen müssen jedoch andere wichtige Werte wie Belichtungszeit und ISO-Wert richtig eingestellt sein, um ein gutes Bild zu bekommen.

Ein weiterer Bereich der Tierfotografie sind sehr scharfe Nahaufnahmen (Makrofotografie) von kleinen Tieren wie Insekten. Hier hat man gute Chancen, dass das Tier längere Zeit an einem Ort bleibt und kann so einen sehr scharfen Fokus einstellen. Für solche Fotos kann zudem ein Makroobjektiv nützlich sein, welches z.B. eine Vergrößerung von 1:2, 1:5 oder 1:10 herbeiführen kann.

Ebenfalls beliebt bei Tierfotos sind „Action-Fotos“, bei welchen das Tier mitten in der Bewegung fotografiert wird.

tierfotografie vogel flattern natur tier

Welche Ausrüstung wird sonst noch benötigt?

Neben der passenden Kamera und geeigneten Objektiven sind zusätzlich ein paar andere Dinge nützlich um, vor allem in freier Natur, gute Tierfotos zu schießen. Es ist sinnvoll Kleidung zu tragen, welche farblich in die Natur passt, damit scheue Tiere nicht verschreckt werden.

Bei einigen Tieren ist es auch möglich diese mit Futter anzulocken (z.B. bei Vögeln), bei anderen Tieren wie Wölfen, sollte dies jedoch nicht getan werden.

Am besten man informiert sich vorher über diese Thematik.

Welche Einstellungen an der Kamera sind wichtig?

Neben der schon genannten Brennweite spielen auch andere Einstellungen an der Kamera eine große Rolle, wenn es darum geht gute Tierfotos zu schießen. Mit den Werten der Blende kann eingestellt werden wie viel Licht diese durchlässt.

Ein kleiner Wert von z.B. f1.8 bedeutet, dass die Blende sehr weit geöffnet ist und ein großer Wert von z.B. f8 bedeutet, dass die Blende weitestgehend geschlossen ist und weniger Licht durchlässt. Mit dem Wert der Blende kann z.B. ein großer Kontrast zwischen Schärfe im Vordergrund und Hintergrund erreicht werden.

So kann z.B. ein Vogel im Vordergrund sehr scharf dargestellt werden und der Hintergrund komplett unscharf. So entsteht dann ein klassisches Naturmotiv.

Der ISO-Wert an der Kamera bestimmt, wie stark ein Bild belichtet wird. Wie hoch dieser in der eigenen Umgebung eingestellt sein muss, hängt von der Helligkeit in diesem Moment ab.

  • Bei Sonnenschein braucht der Wert nicht höher als 100 oder 200 sein.
  • In Wäldern oder bei bewölktem Himmel kann der benötigte ISO-Wert zwischen 400 und 800 liegen.
  • Bei Dunkelheit wie sie z.B. Nachts oder bei Events im Inneren herrscht kann der ISO-Wert zwischen 800 und 3200 liegen.

Am besten probiert man verschiedene Belichtungsstärken für den eigenen Zweck aus, um ein Gefühl dafür zu bekommen.

Zusammenfassung und Fazit

Die Tierfotografie ist ein guter Weg, um schöne Naturfotos zu schießen und den Umgang mit einer Spiegelreflexkamera zu üben. Neben den Skills für die richtige Einstellung der Kamera gibt es zudem einige Regeln für bestimmte Arten von Tierfotos.

Am schnellsten werden die verschiedenen Einstellungen und Perspektiven geübt, indem unterschiedliche Motive aus unterschiedlichen Entfernungen fotografiert werden. Nach einiger Zeit wird mit Sicherheit ein wirklich gutes Foto entstehen und die Motivation steigt, weiter mit der Kamera herumzuexperimentieren.

Portraitfotografie – Tipps für bessere Portraits

Du fotografierst gerne Menschen? Für gute Portraits solltest du die wichtigsten Kameraeinstellungen kennen und ein wenig über Beleuchtung wissen. Die folgenden Tipps helfen dir dabei deine Portraitfotografie nachhaltig zu verbessern.

Die beste Kamera für Portraitfotografie

Portraitfotografie Tipps

Die meist gestellte Frage von Anfängern lautet: Welche Kamera soll ich kaufen? Die Antwort: Es hängt davon ab, wofür du die Portraits verwenden möchtest. Für professionelle Portraitfotografie, wie sie in Hochglanz-Magazinen zu sehen ist, brauchst du eine hochwertige Kamera, beispielsweise die Sony Alpha 7iii*.

Sollen die Portraitbilder nur im Familienalbum landen, genügt ein kleineres Modell wie die Canon PowerShot SX70 HS* voll und ganz.

Willst du Portraits aus extrem ungewöhnlichen Perspektiven schießen und damit viele Follower auf Instagram und Facebook sammeln, kann ein Smartphone mit Selfie-Stick die beste Wahl sein.

Jede Kamera-Art hat ihre Eigenheiten. Am besten überlegst du dir zuerst, wo die Portraits hauptsächlich entstehen sollen. Im Freien? Im Fotostudio? Auf Reisen? Wichtig ist auch zu wissen, ob du nur andere Leute oder auch dich selbst portraitieren willst.

Bei Selbstportraits ist ein schwenk- und ausklappbares Display Gold wert, wenn du nur andere Menschen fotografierst, kannst du auf dieses Kamera-Feature meistens verzichten.

Nimmst du die Kamera mit in den Urlaub, sollte sie nicht zu schwer sein und ein paar Regentropfen aushalten.

Welche Objektive werden für Portraitfotografie benötigt?

Sind die Lichtverhältnisse optimal, genügt das mit der Kamera gelieferte Kit-Objektiv oder auch ein Zoom-Objektiv für die Portraitfotografie. Deutlich bessere Bilder bekommst du mit einer Festbrennweite. Diese Objektive erlauben größere Blenden, um den Hintergrund besser verschwimmen zu lassen.

Außerdem bieten Objektive mit Festbrennweite generell eine bessere Bildqualität als Zoom-Objektive. Die meisten Portraitfotografen arbeiten mit Festbrennweiten zwischen 50 und 80 mm.

Welche Ausrüstung wird sonst noch benötigt?

Verdecken Schatten oder ein Hut Teile des Gesichtes, benötigst du ein Blitzgerät zum Aufhellen. Weil das Blitzlicht für Portraits zu hart ist, kommt ein Softbox-Aufsatz hinzu, der den Blitzgeräten häufig beiliegt oder ansonsten nur ein paar Euro kostet. Es gibt auch bastelnde Extremsparer, die den Blitz einfach mit einem Taschentuch abdecken. Diese Variante birgt aber Brandgefahr.

Alternativ zum Blitz kannst du auch einen Reflektor verwenden. Das Problem hierbei ist, dass du einen Fotoassistenten benötigst, der den Reflektor hält.

Bei schlechten Lichtverhältnissen benötigst du zwingend ein Stativ.

Denke bei der Portraitfotografie auch an die Dinge, die das Motiv eventuell benötigt. Das kann Schminke sein, ein bestimmtes Kleidungsstück oder vielleicht der Hund, der mit auf das Bild soll.

Portraitfotografie Portrait einer Ziege in Nachaufnahme

Die besten Kameraeinstellungen für Portraitfotografie

Beim Einstellen der Kamera fängst du immer mit dem ISO-Wert an. Stelle ihn so niedrig wie möglich ein. Bei den meisten Kameras wählst du ISO 100, ein paar Modelle von Nikon erlauben ISO 64. Der ISO-Wert regelt die Empfindlichkeit des Fotosensors in der Kamera. Je höher du diesen Wert einstellst, desto mehr Bildrauschen bekommst du.

Weil sich in der Portraitfotografie das Hauptmotiv stark vom Hintergrund abheben soll, stellst du als Nächstes eine möglichst große Blende, beispielsweise f/2.8 ein. Je größer die Blende ist, desto mehr wird der Hintergrund in Unschärfe getaucht.

Eine große Blende bedeutet, dass viel Licht auf den Kamerasensor fällt. Anders gesagt, das Bild wird schnell überbelichtet, auch wenn du die Lichtempfindlichkeit mit dem ISO-Wert heruntergeregelt hast. Deshalb stellst du jetzt noch die Belichtungszeit ein. Bei natürlichem Licht im Freien sind Belichtungszeiten von 1/200 bis 1/500 ausreichend.

Je kürzer du die Zeit einstellst, desto weniger Licht dringt in die Kamera ein. Diese Eigenschaft nutzt du, um das durch die weit offene Blende in großer Menge vorhandene Licht wieder einzuschränken.

Kurze Belichtungszeiten haben noch einen weiteren Vorteil: Sie reduzieren das Risiko des Verwackelns, so dass du zumindest bei Tageslicht auch ohne Stativ arbeiten kannst. Bei schlechten Lichtverhältnissen schraubst du entweder die Kamera auf ein Stativ und wählst eine längere Belichtungszeit, oder du regelst den ISO-Wert so lange hoch, bis das Bild ausreichend hell ist. Ein wenig Bildrauschen ist immer besser als ein verwackeltes Portrait.

Außergewöhnliche Portraitfotografie

Willst du deine Portraitfotografie auf ein deutlich höheres Level heben, solltest du dich von Standard-Tipps verabschieden und auch mal etwas komplett neues ausprobieren.

Auf Instagram beispielsweise wirst du für typische Studio-Portraits kaum Likes erhalten. Die mögen perfekt ausgeleuchtet und mit einer guten Kamera gemacht worden sein, dem nach Sensationen dürstenden Publikum ist das aber schon lange zu langweilig.

Versuche deshalb Menschen in für sie typischen Situationen zu portraitieren, beispielsweise die Oma, wie sie in ihrem geliebten Schaukelstuhl sitzt. Weil die Kamera bei Smartphones extrem dicht an den Rand gebaut ist, kannst du damit aus einem extrem tiefen Blickwinkel fotografieren und erhältst damit außergewöhnliche Portraits, die sich mit keiner noch so teuren Spiegelreflex nachahmen lassen.

Hast du einen Helfer, kann dieser eine mit Wasser besprenkelte Glasscheibe vor das Motiv halten. Damit erhältst du Portraitfotos im Regen, ohne nass zu werden.

Fazit: Nicht die Kamera macht das Bild, sondern deine Kreativität

Wie bei jedem Hobby macht auch in der Portraitfotografie Übung den Meister. Die meisten erfolgreichen Fotografen haben mit Selbstportraits angefangen und dabei versucht einen einzigartigen Stil zu entwickeln. Gelingt dir das, werden dich andere Menschen fragen, ob du sie in diesem Stil fotografieren möchtest. Ab hier kannst du deine Leidenschaft zu einem Beruf machen.

Die Kamera spielt zumindest am Anfang nur eine untergeordnete Rolle. Für erste Gehversuche reicht dein Smartphone völlig aus. Benötigst du später spezielle Objektive, Reflektoren oder andere Dinge, mit denen du deinen Stil verstärken und verbessern kannst, kaufst du diese Sachen einfach nach.

Makrofotografie – Tipps für bessere Makrobilder

Das Thema Makrofotografie ist nicht gerade eines der Leichteren in der Fotografie. Wenn Du einige Tipps beherzigst, wirst Du trotzdem schnell gute Ergebnisse erzielen. Die wichtigsten Tipps und Tricks findest du hier.

Welche Kamera braucht man für die Makrofotografie?

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Der Abbildungsmaßstab ist in der Makrofotografie entscheidend. 1:1 bedeutet, dass das Objekt am Bild genauso groß ist wie in der Realität, bei 1:2 wird es halb so groß und bei 2:1 doppelt so groß dargestellt. Das heißt für die Kamera, dass je kleiner der Sensor ist desto kleiner kann der Abbildungsmaßstab werden, um das Objekt formatfüllend aufs Bild zu bekommen.

Bei einer Kamera mit Vollformatsensor wird zum Beispiel ein Insekt mit gewisser Körpergröße bei einem Abbildungsmaßstab von 1:1 das Bild gut ausfüllen. Von demselben Insekt ist bei einer Kompaktkamera nur noch der Kopf auf dem Bild zu sehen. Bei kleineren Sensoren steigt die Schärfentiefe, die wichtig ist um Objekte durchgehend scharf darstellen zu können.

Das bedeutet, dass Kameras mit kleinen Sensoren für die Makrofotografie prinzipiell besser geeignet sind. Je kleiner aber ein Sensor wird, desto mehr Probleme bekommst du mit Bildrauschen und Beugungsunschärfen.

Welche Objektive braucht man für die Makrofotografie?

Die Wahl des Objektivs hängt davon ab, was Du fotografieren willst. Solltest du die Makrofotografie nur testen wollen, kannst du mit einem Retroadapter beginnen. Ein solcher Adapter ermöglicht es, ein normales Objektiv verkehrt herum an die Kamera zu montieren. Dadurch ändert sich der Abbildungsmaßstab des Objektivs.

Standardobjektive mit zusätzlichen Nahlinsen können in deinen Anfängen in der Makrofotografie schon ganz ordentliche Ergebnisse erzielen. Diese Nahlinsen werden vorne an das Objektiv montiert und funktionieren wie eine Lesebrille.

Solltest du vorhaben, die Makrofotografie längerfristig anzuwenden, dann ist ein Makroobjektiv die bessere Wahl. Makroobjektive werden in der Regel als Festbrennweiten ausgeführt und in 3 Bereiche unterteilt. Kurze Brennweiten im Bereich 30-50 mm, Standardbrennweiten mit 60-105mm und Telemakroobjektive mit 150 bis 200 mm.

Je länger die Brennweite ist, desto einfacher wird die Positionierung des Stativs. Auch werden Insekten nicht so leicht verjagt, wenn du weiter von ihnen entfernt bist. Bei Blume oder leblosen Objekten können kürzere Brennweiten verwendet werden.

Welche Ausrüstung wird sonst noch benötigt?

Du solltest in der Makrofotografie nicht versuchen, ohne ein gutes Stativ oder eine andere Art der Stabilisierung auszukommen. In der Makrofotografie wird mit geschlossenen Blenden gearbeitet, um eine bessere Schärfentiefe zu erhalten. Dadurch wird die Belichtungszeit erhöht, was dazu führt das jede noch so kleine Bewegung von er Kamera registriert wird.

Auf dem Bild ist dies dann in Form von Unschärfe zu sehen. Deswegen muss die Kamera bestmöglich stabilisiert werden. Für bodennahe Objekte kann die Kamera auf einem Bohnensack abgelegt werden. Das sind kleine Kissen mit einer speziellen Füllung, die deine Kamera ausreichend stabilisieren und vor Dreck schützen.

Für höher gelegene Objekte benötigst du ein ordentliches Stativ. Am besten mit neigbarer Mittelstütze. Bei besseren Stativen kann die Mittelstütze herausgezogen und quer zum Hauptteil montiert werden, um so die Kamera tiefer montieren zu können.

Reflektoren oder Lichtzelte gehören auch zu den unverzichtbaren Begleitern für Makrofotografen. Die Objekte der Begierde werden oftmals nicht ordentlich ausgeleuchtet. Mit einem Reflektor kann schnell Abhilfe geschaffen werden

Ein Lichtzelt ermöglicht es dir, das Objekt in einem weicheren und gleichmäßigeren Licht zu fotografieren. Besonders bei direkter Sonneneinstrahlung können so störende harte Schatten verhindert werden. Du solltest auch auf die Gegenlichtblende deines Objektivs nicht verzichten. Diese hilft Streulicht zu verhindern. Dadurch werden störende Lichtflecken am Bild vermieden.

Ein Fernauslöser für deine Kamera kann in der Makrofotografie ebenfalls sehr gute Dienste leisten. Scheren oder Klammern können dazu verwendet werden, um störende Äste oder Gräser aus dem Bild zu entfernen.

makrofotografie wassertropfen

Welche Einstellungen an der Kamera sind wichtig?

Jede Erschütterung der Kamera wirkt sich negativ auf dein Bild aus. Deswegen ist es wichtig, die Spiegelvorauslösung einzustellen. Diese sorgt dafür, dass sich der Spiegel deiner Kamera, einige Sekunden bevor das Bild gemacht wird, nach oben klappt. Erschütterungen im Moment der Aufnahme werden so vermieden.

Für mehr Möglichkeiten in der Nachbearbeitung ist es besser, die Bilder im RAW-Format aufzunehmen. Dieses Format liefert Bilddateien mit wesentlich mehr eingebetteten Daten, welche im JPEG-Format nicht mehr vorhanden wären.

Sollte deine Kamera über die Möglichkeit des Focus-Stacking verfügen, kannst du diese verwenden, um mehr Schärfentiefe zu bekommen. Beim Focus-Stacking werden mehrere Bilder nacheinander aufgenommen und der Fokus bei jedem Bild automatisch etwas verschoben. Danach werden die Bilder zu einem mit viel Schärfentiefe zusammengefügt. Das kann aber auch von Hand gemacht und später in der Nachbearbeitung zusammengefügt werden.

Die Blende sollte in der Makrofotografie möglichst geschlossen sein, um mehr Schärfentiefe zu erhalten. Die dadurch verlängerte Belichtungszeit kann aber nur bedingt mit höheren ISO-Werten verkürzt werden.

Höhere ISO-Werte bedeuten mehr Bildrauschen und das will man vermeiden. Nur durch Ausprobieren kannst du hier einen guten Kompromiss für dich und deine Bilder finden.

Fazit – Makrofotografie

Die Makrofotografie ermöglicht einem Fotografen, seiner Umwelt zu zeigen, welch große Schönheit in kleinen Dingen oder Tieren steckt. Motive für Makrofotografen sind überall zu finden. Egal ob Du draußen, im Studio, abstrakt oder konkret fotografieren willst, du wirst immer ein Motiv finden, welches sich lohnt, abgelichtet zu werden.

Die passenden Objekte müssen nur gefunden werden. Wenn du dir dann noch kontrollierbare Bedingungen schaffst, wirst du mit der Makrofotografie viel Erfolg und Freude haben. Blumen oder andere unbewegliche Objekte eignen sich am besten zum Üben.

So wird die Makrofotografie auch für Einsteiger leichter.