Archiv für den Monat: Mai 2020

Warum ich so gern mit einer Bridgekamera fotografiere

Die Bridgekamera (auf deutsch „Brückenkamera“) ist quasi das Bindeglied zwischen den digitalen Spiegelreflexkameras und den Systemkameras auf der einen Seite und den Kompaktkameras auf der anderen Seite. Man könnte jetzt denken, dass eine Bridgekamera die Vorteile aus beiden Bereichen in sich vereint und somit für das Fotografieren die eierlegende Wollmilchsau ist. Ganz so einfach ist es dann doch nicht.

Aber trotzdem fotografiere ich sehr gern mit meiner Bridgekamera, und zwar ganz konkret mit meiner Nikon COOLPIX P900. Warum das so ist, versuche ich hier mal zu erklären.

Was ist eine Bridgekamera?

Ausstattung der Bridgekamera Nikon Coolpix P900

Wie bereits eingangs erwähnt ist eine Bridgekamera eine Weiterentwicklung der Kompaktkamera in Richtung Systemkamera bzw. digitale Spiegelreflexkamera. Ähnlich wie bei einer Kompaktkamera hat man bei ihr ein fest montiertes Objektiv. Anders als bei der einer Spiegelreflexkamera oder einer Systemkamera kann man das Objektiv also nicht wechseln.

Dafür deckt dieses Objektiv einen größeren Brennweitenbereich ab. So hat man hier den Bereich vom Weitwinkel bis hin zum Telezoom in einem Objektiv vereint. Bei meiner Nikon P900 wäre das z.B. der Bereich 24 – 2000 mm (auf Kleinbildformat gerechnet).

Und das in einem noch sehr handlichen Format. Denn man muss sich mal ein vergleichbares Zoom-Objektiv mit dieser Brennweite an einer Spiegelreflexkamera vorstellen.

Beispielbild voller Zoom mit der Nikon P900

Möglich wird das, weil in einer Bridgekamera ein vergleichsweise kleiner Sensor verwendet wird. Und da sind wir dann wieder bei der Kompaktkamera. Denn in meiner P900 ist ein 1/2,3 Zoll Sensor eingebaut. Genau wie bei den meisten Kompaktkameras.

Es gibt auch schon Bridgekameras in denen ein 1 Zoll Bildsensor verbaut ist. Ein gutes Beispiel wäre die Panasonic DC-FZ1000 II Premium-Bridgekamera*. Allerdings hat die dann auch nicht den Zoombereich wie meine Nikon P900. Dafür aber die bessere Bildqualität in schwierigen Lichtsituationen.

Im Gegensatz dazu haben Systemkameras und Spiegelreflexkameras meist einen APS-C oder sogar Vollformat-Sensor. Damit steigt die Bildqualität, insbesondere in schwierigen Lichtsituationen, noch weiter an. Allerdings werden auch die Objektive für eine größere Brennweite deutlich größer, schwerer und teurer.

Was die Bedienung angeht, so steht die Bridgekamera den größeren Kollegen in nichts nach. Es gibt nicht nur den Automatikmodus, sondern man kann auch die Halbautomatiken (Blendenpriorität und Zeitpriorität) oder auch den manuellen Modus nutzen.

Einstellungen für Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert sind problemlos möglich. Man kann seiner Kreativität also freien Lauf lassen.

Welche Vorteile und Nachteile gibt es?

Nikon Bridgekamera

Natürlich hat auch eine Bridgekamera nicht nur Vorteile. Da ich zusätzlich auch noch eine Systemkamera und eine gute Kompaktkamera besitze, kann ich die Vorteile und Nachteile ganz gut einsortieren.

Vorteile einer Bridgekamera:

  • großer Zoombereich danke fest montiertem Objektiv
  • kein Objektivwechsel nötig
  • geringeres Gewicht, daher gut als Reise-Kamera geeignet
  • verschiedene Kamera-Modi für individuelle Einstellungen
  • vollwertiger Sucher (nützlich nicht nur bei hellem Sonnenlicht)

Nachteile gibt es auch:

  • kleiner Sensor (Probleme bei schwierigen Lichtverhältnissen)
  • Bildqualität reicht nicht ganz an APS-C oder Vollformat-Kameras heran
  • kein extremes Weitwinkel möglich
  • eingeschränkter Blenden-Bereich
  • höherer Akku-Verbrauch als eine Spiegelreflexkamera

Bridgekamera kaufen – Meine Empfehlungen

Obwohl es auch einige Nachteile gibt, kann man mit einer Bridgekamera hervorragende Fotos machen und gerade unterwegs fällt das geringere Gewicht positiv aus. Außerdem muss man nicht verschiedene Objektive mitschleppen und auch der Objektivwechsel entfällt.

Und auch bei den Bridgekameras geht die Entwicklung natürlich immer weiter. Gerade wer den größeren Zoom-Bereich nutzen möchte, z.B. in der Tierfotografie, ist mit einer solchen Kamera gut aufgestellt.

Darum möchte ich hier empfehlen mal einen Blick auf die Bridgekamera Bestseller auf Amazon* zu werfen. Eine optimale Hilfe für die Kaufentscheidung!

Sony Cybershot DSC-RX100 III Kompaktkamera im Test

Sony hat viel Erfahrung im Bereich der Fotografie, darum ist es besonders spannend was die viel gelobte Sony Cybershot DSC-RX100 III trotz des fortgeschrittenen Alters zu bieten hat.

Die neueste Digitalkamera in meiner Sammlung ist eben genau diese Sony Kompaktkamera*. In erster Linie möchte ich diese Kamera als Immer-dabei-Kamera nutzen.

Ich habe die Kompaktkamera nun seit einiger Zeit im Einsatz und möchte ich euch an dieser Stelle von meinen Erfahrungen berichten. Welche Vorteile und Nachteile sind mir aufgefallen und was gibt es sonst noch interessantes über die Sony Kompaktkamera berichten?

Sony Cybershot DSC-RX100 III Kompaktkamera

Sony Cybershot DSC-RX100 III Kompaktkamera

Technische Daten der Sony Cybershot DSC-RX100 III

Natürlich werfen wir zunächst mal einen Blick auf die technischen Daten der Digitalkamera. Und die sehen bei der Sony RX100 III genau so aus:

SensortypEXMOR R® CMOS Sensor Typ 1,0 (13,2 x 8,8 mm)
Megapixel (effektiv)20,1 MP
Optischer Zoom2,9fach
ISO-EmpfindlichkeitISO 125 – 12800 + Multiframe-RM
ProzessorBIONZ X Prozessor
Objektiv24-70 mm F1.8-2.8 ZEISS Vario-Sonnar T* Objektiv
SucherIntegrierter elektronischer OLED Tru-Finder Sucher (EVF)
DisplayKlapp-Display um 180 º neigbar für Selfies
Abmessungen101,6 × 58,1 × 38,3 mm
Gewicht290 g

Die Sony RX100 III im Alltags-Test

Klein und handlich, die Sony RX100 III

Das es sich bei der Sony RX100 um eine Kompaktkamera handelt, sieht wohl jeder gleich auf den ersten Blick. Sie ist klein und handlich und passt wirklich in die Hosentasche.

Was man der Kamera aber nicht auf den ersten Blick ansehen kann, ist der Sensor, der im Inneren seine Arbeit verrichtet.

Und zwar handelt es sich hierbei um einen 1″-Sensor (EXMOR R® CMOS Sensor Typ 1,0), den man üblicherweise nicht in einer Kompaktkamera findet. Damit ist die Sony RX100 III mit einem größeren Sensor ausgestattet als meine Nikon P900.

Der Unterschied in der Bildqualität zeigt sich vor allem dann, wenn die Lichtverhältnisse nicht mehr optimal sind oder wenn es in die Dämmerung geht.

Der zweite Pluspunkt, der für die tolle Bildqualität verantwortlich sorgt, ist natürlich das 24-70 mm F1.8-2.8 Zeiss Objektiv.

Man muss ganz ehrlich sagen, hier hat Sony eine tolle Kombination zusammengestellt.

Hier mal ein paar Testbilder

Bei einer Kompaktkamera geht man eigentlich davon aus, dass es sich um eine Point-and-Shoot Kamera handelt. Also Automatikmodus, draufhalten und fotografieren.

Aber die Sony RX100 III hat hier viel mehr Möglichkeiten zu bieten. Neben dem Automatikmodus, gibt es noch verschiedene Szenen-Modi für spezielle Einsatzgebiete.

Wer mehr Freiraum möchte kann auf die Halbautomatiken Blendenvorwahl (Zeitautomatik) oder Zeitvorwahl (Blendenautomatik) zurückgreifen oder gleich im manuellen Modus fotografieren.

Dazu passt es natürlich, dass man seine Fotos nicht nur im JPG-Format, sondern auch im RAW-Format speichern kann. Also alle Möglichkeiten bei der nachträglichen Bildbearbeitung.

elektronischer Sucher ausgeklappt

Vorteile und Nachteile kurz zusammengefasst

Vorteile:

  • sehr kompakt, leicht und stabil und kann somit perfekt in der Hosentasche transportiert werden
  • großer 1″-Sensor für tolle Bildqualität
  • hochwertiges 24-70 mm F1.8-2.8 Zeiss Objektiv
  • Klapp-Display mit Neigungsmöglichkeiten und somit auch die Möglichkeit Selfies anzufertigen
  • freie Belegung eines Großteils der Tasten

Nachteile:

  • Einklappen des Suchers schaltet die Kamera aus (Warum macht man sowas?)
  • keine Aufnahmen in 4K-Auflösung möglich

Mein Fazit zur Sony Cybershot DSC-RX100 III

Alles in allem handelt es sich bei der Sony RX100 III um eine exzellente Digitalkamera. Sie kann spielend leicht überall mit hingenommen werden und bietet nicht nur die Möglichkeit schnelle Fotos oder Videos zu machen, sondern kann auch die Bedürfnisse professionellerer Fotografen erfüllen.

Obwohl die Kamera an einigen Ecken eventuell in die Jahre gekommen sein mag, beispielsweise in Bezug auf die fehlende 4K-Funktion, ist sie dennoch sowohl ein ideal geeignetes Einsteigermodell als auch eine Kamera, die für echte Profis geeignet ist.

Ihr Alter merkt man der Kamera kaum an, was bei anderen Modellen häufiger der Fall ist. Die Bilder sind gestochen scharf.

Dadurch, dass es sich um eine Kompaktkamera und keine Spiegelreflexkamera handelt, ist sie in der Bedienung weitaus benutzerfreundlicher und ist ebenfalls deutlich leichter zu transportieren, da sie kein so hohes Gewicht mitbringt, wie eine herkömmliche Spiegelreflexkamera.

Wer also zum Beispiel im Urlaub nicht unbedingt seine Fotos mit dem Smartphone schießen möchte, da er keine Qualität einbüßen möchte, der macht mit dieser Kamera sicherlich keinen Fehler.

Im Vergleich zu einer herkömmlichen Spiegelreflex Kamera, bei denen es oft lange dauert, bis man die richtigen Einstellungen gefunden hat, spielt die Sony RX100 III ihren Vorteil als Digitalkamera aus und bietet schnelle und intuitive Bedienung.

Oft ist der Moment, den man so gerne für immer festhalten wollte, dann schon vorbei, bis man eine Spiegelreflex eingestellt hat, nicht so bei der Sony RX100 III. Durch die weit gefächerte Auswahl an Effekten und Filtern, ist es zudem meist überflüssig die geschossenen Bilder im Anschluss noch zu bearbeiten, denn dies kann man hier direkt am Gerät machen.

Generell gibt es wenige Kameras, die so wenig in die Jahre gekommen sind, wie dieses Modell. Ich spreche also hier gern meine vollste Kaufempfehlung für diese Kamera* aus.

Nachtfotografie – Bessere Fotos in der Nacht machen

Eines der interessantesten Gebiete in der Fotografie ist wohl die Nachtfotografie, also das Fotografieren bei Nacht. Ich denke jeder hat schon mal die faszinierenden Stadtansichten bei Nacht gesehen. Oder aber auch die Fotos vom Sternenhimmel oder/uns der Milchstraße.

Allerdings ist dieser Fotografie-Bereich einer der schwierigsten. Es lohnt sich aber, sich mit diesem Bereich zu beschäftigen. Die wichtigsten Informationen für den Einstieg möchte ich dir hier geben.

Welche Kamera braucht man für die Nachtfotografie?

Nachtfotografie - Bessere Fotos in der Nacht machen

Theoretisch kann man natürlich mit jeder Digitalkamera in der Nacht fotografieren. Aber man muss ehrlicherweise sagen, dass Kameras mit einem größeren Sensor einige Vorteile bieten. In erster Linie sind hier höhere ISO-Werte möglich ohne das die Bilder zu verrauscht werden.

Auch ermöglichen höhere ISO-Werte kürzere Belichtungszeiten.

Die besten Ergebnisse wird man daher mit einer digitalen Spiegelreflexkamera oder einer Systemkamera erzielen. Obwohl es durchaus die eine oder andere Bridgekamera gibt, die hier gut mithalten kann.

Welche Objektive (Brennweiten) sind wichtig?

Prinzipiell kann man sagen, dass man für das Fotografieren in der Nacht keine speziellen Objektive benötigt. Jedes Objektiv das man im Hellen verwendet, kann man natürlich auch verwenden, wenn es Dunkel ist.

Meist geht es in der Nachtfotografie eh um Landschaften oder Stadtansichten. Es bietet sich aber an ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv mit einer Anfangsblende von 1,4 oder 2,8 im Hinterkopf zu haben.

Denn damit hast du mehr Möglichkeiten.

Welche Ausrüstung wird sonst noch benötigt?

Wer sich mit dem Thema Nachtfotografie intensiver beschäftigen möchte, kommt um ein gewisses Maß an Zubehör nicht herum.

Als erstes und wichtigstes Kamera-Zubehör für das Fotografieren in der Nacht ist wohl ein gutes Stativ zu nennen. Je weniger Licht vorhanden ist, desto länger wird die Belichtungszeit und damit die Chance verwackelte Aufnahmen zu bekommen.

Ich selbst verwende z.B. ein GEEKOTO Stativ*, aber auch Stative von Rollei, Cullmann oder Manfrotto sind sehr empfehlenswert. Wer sich damit mal genauer befassen möchte, dem empfehle ich folgenden Stativ-Guide: https://www.matthiashaltenhof.de/blog/stativ/.

Um Verwacklungen zu vermeiden ist aber nicht nur ein Stativ hilfreich. Entweder nutzt du die Zeitverzögerung für die Auslösung in der Kamera oder aber du greifst auf einen Fernauslöser* zurück.

Die gibt es auch für die Kameras von Nikon, Sony und Canon. Einfach das passende Modell für die eigene Kamera wählen.

Alternativ bieten auch alle Kamera-Hersteller die Möglichkeit der Steuerung über eine Smartphone-App an. Funktioniert allerdings nicht immer so toll.

Welche Einstellungen an der Kamera sind wichtig?

Bei den Einstellungen für die Nachtfotografie muss man sich gar nicht so viel Gedanken machen. Grundsätzlich ist es durchaus o.k. auf die Automatik-Funktion der Kamera zurückzugreifen.

In der heutigen Zeit sind die Automatik-Funktionen so ausgereift, dass man damit echt gute Fotos machen kann, auch in der Nacht. Die meisten Hersteller bieten bei ihren Kameras auch Szenen-Programme an, die auf spezielle Situationen optimiert sind. Und hier ist mindestens auch ein Szenen-Modus für das Fotografieren in der Nacht dabei.

Wichtig ist in meinen Augen nur, dass du im RAW-Modus fotografierst. So hast du bei der Nachbearbeitung einfach mehr Möglichkeiten einzugreifen und zu optimieren.

Eine weitere Möglichkeit wäre die Verwendung der Halbautomatik Blendenpriorität. Erkennst du am Symbol A oder Av auf dem Moduswählrad.

Kameramodus Blendenpriorität A oder Av einstellen

Hier würde ich die ISO-Automatik deaktivieren und den Wert fest auf 100 (oder was bei der Kamera der kleinste Wert ist) einstellen. Blende 8 einstellen und die Kamera gibt die dazu passende Belichtungszeit automatisch vor.

Wer möchte kann aber natürlich im manuellen Modus alles komplett selbst einstellen.

Fazit: Nachtfotografie

Nicht ohne Grund ist die Nachtfotografie so ein interessanter Bericht in der Fotografie. Und ich spreche hier noch nicht mal von der Astrofotografie, dazu werde ich mal einen separaten Beitrag schreiben.

Wer sich ein wenig für das Fotografieren interessiert, sollte sich ruhig mal daran versuchen Fotos im Dunkeln zu machen. Wenn man sich im Vorfeld ein bisschen informiert, wird schnell richtig gute Fotos machen.

Und wie immer gilt: Übung macht den Meister!