Nachtfotografie – Bessere Fotos in der Nacht machen

Eines der interessantesten Gebiete in der Fotografie ist wohl die Nachtfotografie, also das Fotografieren bei Nacht. Ich denke jeder hat schon mal die faszinierenden Stadtansichten bei Nacht gesehen. Oder aber auch die Fotos vom Sternenhimmel oder/uns der Milchstraße.

Allerdings ist dieser Fotografie-Bereich einer der schwierigsten. Es lohnt sich aber, sich mit diesem Bereich zu beschäftigen. Die wichtigsten Informationen für den Einstieg möchte ich dir hier geben.

Welche Kamera braucht man für die Nachtfotografie?

Nachtfotografie - Bessere Fotos in der Nacht machen

Theoretisch kann man natürlich mit jeder Digitalkamera in der Nacht fotografieren. Aber man muss ehrlicherweise sagen, dass Kameras mit einem größeren Sensor einige Vorteile bieten. In erster Linie sind hier höhere ISO-Werte möglich ohne das die Bilder zu verrauscht werden.

Auch ermöglichen höhere ISO-Werte kürzere Belichtungszeiten.

Die besten Ergebnisse wird man daher mit einer digitalen Spiegelreflexkamera oder einer Systemkamera erzielen. Obwohl es durchaus die eine oder andere Bridgekamera gibt, die hier gut mithalten kann.

Welche Objektive (Brennweiten) sind wichtig?

Prinzipiell kann man sagen, dass man für das Fotografieren in der Nacht keine speziellen Objektive benötigt. Jedes Objektiv das man im Hellen verwendet, kann man natürlich auch verwenden, wenn es Dunkel ist.

Meist geht es in der Nachtfotografie eh um Landschaften oder Stadtansichten. Es bietet sich aber an ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv mit einer Anfangsblende von 1,4 oder 2,8 im Hinterkopf zu haben.

Denn damit hast du mehr Möglichkeiten.

Welche Ausrüstung wird sonst noch benötigt?

Wer sich mit dem Thema Nachtfotografie intensiver beschäftigen möchte, kommt um ein gewisses Maß an Zubehör nicht herum.

Als erstes und wichtigstes Kamera-Zubehör für das Fotografieren in der Nacht ist wohl ein gutes Stativ zu nennen. Je weniger Licht vorhanden ist, desto länger wird die Belichtungszeit und damit die Chance verwackelte Aufnahmen zu bekommen.

Ich selbst verwende z.B. ein GEEKOTO Stativ*, aber auch Stative von Rollei, Cullmann oder Manfrotto sind sehr empfehlenswert. Wer sich damit mal genauer befassen möchte, dem empfehle ich folgenden Stativ-Guide: https://www.matthiashaltenhof.de/blog/stativ/.

Um Verwacklungen zu vermeiden ist aber nicht nur ein Stativ hilfreich. Entweder nutzt du die Zeitverzögerung für die Auslösung in der Kamera oder aber du greifst auf einen Fernauslöser* zurück.

Die gibt es auch für die Kameras von Nikon, Sony und Canon. Einfach das passende Modell für die eigene Kamera wählen.

Alternativ bieten auch alle Kamera-Hersteller die Möglichkeit der Steuerung über eine Smartphone-App an. Funktioniert allerdings nicht immer so toll.

Welche Einstellungen an der Kamera sind wichtig?

Bei den Einstellungen für die Nachtfotografie muss man sich gar nicht so viel Gedanken machen. Grundsätzlich ist es durchaus o.k. auf die Automatik-Funktion der Kamera zurückzugreifen.

In der heutigen Zeit sind die Automatik-Funktionen so ausgereift, dass man damit echt gute Fotos machen kann, auch in der Nacht. Die meisten Hersteller bieten bei ihren Kameras auch Szenen-Programme an, die auf spezielle Situationen optimiert sind. Und hier ist mindestens auch ein Szenen-Modus für das Fotografieren in der Nacht dabei.

Wichtig ist in meinen Augen nur, dass du im RAW-Modus fotografierst. So hast du bei der Nachbearbeitung einfach mehr Möglichkeiten einzugreifen und zu optimieren.

Eine weitere Möglichkeit wäre die Verwendung der Halbautomatik Blendenpriorität. Erkennst du am Symbol A oder Av auf dem Moduswählrad.

Kameramodus Blendenpriorität A oder Av einstellen

Hier würde ich die ISO-Automatik deaktivieren und den Wert fest auf 100 (oder was bei der Kamera der kleinste Wert ist) einstellen. Blende 8 einstellen und die Kamera gibt die dazu passende Belichtungszeit automatisch vor.

Wer möchte kann aber natürlich im manuellen Modus alles komplett selbst einstellen.

Fazit: Nachtfotografie

Nicht ohne Grund ist die Nachtfotografie so ein interessanter Bericht in der Fotografie. Und ich spreche hier noch nicht mal von der Astrofotografie, dazu werde ich mal einen separaten Beitrag schreiben.

Wer sich ein wenig für das Fotografieren interessiert, sollte sich ruhig mal daran versuchen Fotos im Dunkeln zu machen. Wenn man sich im Vorfeld ein bisschen informiert, wird schnell richtig gute Fotos machen.

Und wie immer gilt: Übung macht den Meister!

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