Fotografie-Grundlagen – Belichtungszeit erklärt

Um das perfekte Foto in jeder Situation zu schießen, ist die Einstellung der Belichtungszeit elementar. Die Belichtungszeit wird in Sekunden angegeben, Zeiten zwischen 1/60 Sekunden und 1/120 Sekunden sind normal.

Deshalb ist die Dauer der Belichtung so wichtig

Weshalb ist die Belichtungszeit so wichtig?

Zunächst ist sie ausschlaggebend dafür, wie lange das Umgebungslicht auf den Lichtsensor trifft. Damit entscheidet sie, ob das zu fotografierende Objekt zu kurz, genau ausreichend oder zu lange belichtet wird. Dadurch ist sie dafür verantwortlich, ob die Aufnahme scharf oder unscharf wird.

Die Schärfe durch die Belichtungsdauer

Scharfe Aufnahmen sind mit einer falsch eingestellten Belichtungsdauer geradezu unmöglich zu erhalten. Dieser Grundsatz gilt besonders dann, wenn das Motiv „aus der Hand“, also ohne die Zuhilfenahme eines Stativs aufgenommen wird. Durch die richtige Belichtungszeit wird somit das Gewackel der eigenen Hand ausgeglichen.

Die Belichtungszeit ist der Kehrwert der Brennweite. Die Berechnung ist somit ganz einfach. Bei einer Brennweite von 60 mm, muss eine Belichtungszeit von mindestens 1/60 s eingestellt werden. Diese einfache Grundregel sollte bei der Einstellung der Belichtungsdauer immer beachtet werden.

Perfekte Belichtungsdauer in jeder Situation

Belichtungszeit am Objektiv einstellbarDamit der Fotograf immer die richtige Belichtungszeit für sein Motiv wählen kann, müssen die Umstände betrachtet werden, unter welchen er das Bild aufnimmt.

Bei einem sich bewegenden Objekt muss eine sehr kurze Belichtungsdauer gewählt werden. Wie kurz genau diese ausfällt ist davon abgängig, wie schnell sich das Motiv bewegt. Dabei gilt der Grundsatz „je schneller, desto kürzer“.

Der Fotograf sollte beachten, dass dies nicht nur bei Personen oder Tieren angewendet werden muss, sondern teilweise auch bei Landschaftsbildern. Denn hier wird oft übersehen, dass sich durch den Wind die Blätter der Bäume oder längeres Gras ebenfalls bewegt. Wird dann eine zu lange Belichtungsdauer eingestellt, wird die Aufnahme unscharf werden.

Ein Sonderfall liegt bei einem sich bewegenden Motiv vor, wenn der Fotograf die Bewegung darstellen möchte. Häufig wird dies als so genanntes „Lichtspuren Bild“ bezeichnet. Die Belichtungsdauer muss dann so hoch gewählt werden, dass die gesamte Bewegung eingefangen wird. Fällt sie jedoch zu kurz aus, wird nur ein Teil der Bewegung eingefangen und die Spur bricht unvermittelt ab. Die Charakteristik einer solchen Aufnahme ist dann nicht mehr gegeben.

Wird ein stillstehendes Objekt fotografiert und dafür ein Stativ verwendet, spielt die Belichtungszeit eine untergeordnete Rolle. Immerhin kommt es dann nur schwer zu Unschärfe.

Verzichtete der Fotograf hingegen auf ein Stativ und nimmt das Motiv direkt aus der Hand aus, muss die Belichtungsdauer beachtet und richtig eingestellt werden. Sie ist, wie bereits erwähnt von der Brennweite abhängig und ist dementsprechend auszulegen. Je größer die Brennweite, desto kleiner kann die Belichtungszeit ausfallen. Die Aufnahme wird dann gestochen scharf ausfallen. Teilweise ist es für den Laien dann nicht erkennbar, ob ein Stativ verwendet wurde oder nicht.

So erfolgt die Einstellung der Belichtungszeit

Für Einsteiger und unerfahrene Fotografen ist es teilweise nicht ersichtlich, an welcher Stelle sie die Möglichkeit haben, die Belichtungsdauer einzustellen. Die meisten Kameras verfügen heute über einen so genannten „Modus S“. Das „S“ steht für „Shutter“. Dabei handelt es sich um das englische Wort für „Verschluss“. Hier kann der Benutzer die richtige Dauer einstellen. Sie wird ihm fortan auf dem Display angezeigt.

Fazit: Das Wichtigste rund um die Belichtungszeit

Die Belichtungsdauer ist somit elementar wichtig, um ein scharfes und damit gutes Bild zu schießen. Besonders Laien und unerfahrene Fotografen haben bei ihr jedoch mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Wichtig ist es, sie an das Motiv und die Helligkeit (ISO-Wert) anzupassen. Besonders die Frage, ob sich dieses bewegt oder stillsteht ist entscheidend.

Wird jedoch ein Stativ verwendet, kann auf die Einstellung der Belichtungszeit in den meisten Fällen verzichtet werden. Die Einstellung kann ganz einfach im Modus S vorgenommen werden und wird fortan auf dem Display angezeigt werden.