Landschaftsfotografie – Tipps für bessere Landschaftsbilder

Landschaftsfotografie – was einfach klingt, ist in Wirklichkeit sehr komplex und nicht zu unterschätzen. Natürlich können moderne Kameras auch ohne viel Einarbeitung gute Bilder machen. Dennoch, der Schritt von „guten“ zu „professionellen“ Bildern ist groß und nicht ohne Hintergrundwissen und viel Üben zu schaffen. Denn auch Landschaftsfotografien können schnell langweilig werden, wenn nichts passiert und die Szenerie öde und leer wirkt.

Gerade beim Fotografieren von Landschaften heißt es daher üben, üben, üben, damit das tolle Motiv von der Wirklichkeit ins Foto gebracht wird und nicht langweilig wirkt. Trotz aller Schwierigkeiten, welche sich nur mit viel Praxis erlernen lassen, gibt es einige Tipps und Kniffe, mit denen die Landschaftsfotografie direkt einfacher und die Bilder besser werden.

Welche Kamera braucht man für die Landschaftsfotografie?

Landschaftsfotografie Herbst Landschaft

Die Wahl der Kamera hängt in den meisten Fällen vom eigenen Budget ab. Das Gute ist, dass mit allen modernen Kameras tolle Bilder möglich sind. Aber nicht nur das Budget, auch die Größe einer Kamera ist relevant, da in der Landschaftsfotografie gegebenenfalls viel gewandert oder sogar geklettert wird. Empfehlenswert sind in jedem Fall digitale Spiegelreflexkameras und Vollformat-Kameras.

Wichtiger als die Kamera jedoch ist die richtige Ausrüstung, gerade die Wahl des Objektivs ist entscheidend. Dennoch gibt es einige Punkte, auf die bei einer Kamera für die Landschaftsfotografie besonders geachtet werden sollte: Sensor, ISO-Wert, Dynamikumfang, Akku, Größe und Gewicht, Display beziehungsweise Sucher und, enorm wichtig, Schutz gegen Umwelteinflüsse (falls es mal etwas rauer werden sollte). Weniger wichtig sind Videofunktion, Motivprogramme oder die Verschlusszeit.

Welche Objektive (Brennweiten) sind wichtig?

Nikon Objektiv für LandschaftsfotografieDie Brennweite bei der Landschaftsfotografie sollte so gering wie möglich sein. Schließlich soll ja möglichst viel von der Landschaft mit aufs Bild (stilistische Experimente sind hier natürlich wie immer ausgenommen).

Ein Objektiv mit einer Brennweite von 16 mm ist gut, noch geringere Brennweiten wie 12 mm super.

So erreicht man den größten Bildausschnitt. Durch moderne Bildbearbeitung ist es schließlich ohne Probleme möglich, einen Bildausschnitt zu verkleinern – vergrößern ist jedoch schwierig. Also: Lieber etwas weiter fotografieren.

Welche Ausrüstung wird sonst noch benötigt?

Unbedingt benötigt wird ein Stativ. Nicht nur das ohne dieses kaum gerade und symmetrische Bilder möglich sind, auf denen der Horizont auch wirklich gerade ausgerichtet ist, ohne ein Stativ ist es auch nicht möglich, mit der Belichtungszeit zu spielen. Denn hier reichen schon kleinste Bewegungen, um ein Bild zu ruinieren.

Eines der beliebtesten und besten Stative ist übrigens das Rollei Compact Traveler No.1. Gibt es für unter 100 Euro bei Amazon zu kaufen*.

Ebenfalls ein Muss ist ein Fernauslöser, damit die Kamera auch beim Auslösen nicht wackelt. Sollten Tiere auf dem Bild sein, werden diese so außerdem nicht verschreckt.

Licht ist meistens nicht so wichtig, da die Landschaftsfotografie von großen Szenerien lebt, welche ohnehin nicht wirklich ausgeleuchtet werden können. Dennoch sollte, wenn möglich, ein externer Blitz eingepackt werden, sollte das Umgebungslicht mal nicht ausreichen und der ISO-Wert zu hoch ausfallen.

Zu guter Letzt sind auch Filter wie ein UV-Filter oder ein Polfilter zu empfehlen. Auch Graufilter sind sehr praktisch, da sie das Bild abdunkeln, ohne die Farben zu verfälschen und so die Belichtungszeit verlängert werden kann, was für ein besseres Ergebnis sorgt.

Filter sind aber eher der Kategorie Luxus zuzuordnen und nur in manchen Fällen wirklich relevant.

Einsamer Baum Landschaftsfotografie

Welche Einstellungen an der Kamera sind wichtig?

Auch wenn der automatische Modus einer guten Kamera schon tolle Ergebnisse liefert, so müssen für wirklich gute Ergebnisse manuelle Einstellungen vorgenommen werden. Nur so kann das Optimum aus einer Kamera herausgeholt werden. Hier kommt es aber auf die Kamera an, daher können hier nur Hinweise gegeben werden. Am Wichtigsten sind die Blende und der ISO-Wert.

Bei der Blende sind die häufigsten Werte zwischen 11 (bei einer Systemkamera) und 18 (bei einer Vollformat-Kamera). Der ISO-Wert ist natürlich stark von den Lichtverhältnissen abhängig, kann aber ohne Probleme bei 100 belassen werden. Sollte es dunkel sein, kann auch die Belichtungszeit hochgesetzt werden.

Übrigens: Es ist immer empfehlenswert im RAW-Format zu fotografieren und dieses später zu verkleinern. Wird zum Beispiel direkt im JPEG-Format fotografiert, gehen schon am Auslöser zu viele Bilddaten verschollen. Wie bei der Brennweite gilt auch hier: verkleinern geht immer, vergrößern nicht.

Zusammenfassung und Fazit?

Landschaftsfotografie macht sehr viel Spaß und kann schnell zu tollen Ergebnissen führen. Mit ein paar Tricks und Kniffen lassen sich die eigenen Bilder schnell verbessern. Am Ende kommt es nicht (nur) auf eine teure Kamera an, sondern auf die richtige Mischung von Theorie und Praxis. Wird auf diese geachtet, steht tollen Bildern nichts mehr Weg!

Eine Buchempfehlung hätte ich da noch: Landschaftsfotografie Tutorial: Trainingsbuch zum Fotografieren lernen von Stephan Wiesner. Das hatte ich mir ja mal genau angeschaut und eine Rezension dazu geschrieben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.