Wolken fotografieren: 8 Tipps für atemberaubende Ergebnisse

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Der Himmel ist die abstrakteste und dynamischste Leinwand, die einem Fotografen je begegnen kann; für mich ist er eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Außerdem ist der Himmel immer da und Wolken fotografieren macht einfach Spaß.

Aber die Wolkenfotografie ist nicht ohne Schwierigkeiten. Da der Himmel oft so hell ist, kann es schwierig sein, die richtige Belichtung zu finden. Und deine Kamera hat oft Probleme, die Wolken scharf zu stellen, vor allem wenn der Himmel kontrastarm ist.

Zum Glück gibt es einige einfache Lösungen für diese Probleme, die ich in diesem Artikel vorstelle – zusammen mit einer Handvoll weiterer Tipps und Techniken, mit denen du Wolken wie ein Profi fotografieren kannst.

Wenn du also bereit bist, die großartigen Fotomöglichkeiten direkt über deinem Kopf zu nutzen, dann lass uns gleich loslegen!

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Wolkenfotos richtig belichten

Wolken sind in der Regel hell weiß, was die Belichtungsmesser der Kameras durchdrehen lässt. Deine Kamera sieht den hellen weißen Ton, denkt, dass er mittelgrau sein sollte, und belichtet die Wolken daraufhin stark unter, was zu langweiligen, unschönen Fotos führt, denen es an Pep fehlt.

Anstatt deine Kamera die ganze Arbeit machen zu lassen, solltest du den Blendenprioritätsmodus oder den manuellen Modus wählen. Richte deine Kamera auf die Wolken, achte auf die Belichtungsempfehlung deiner Kamera und erhöhe dann die Belichtung um ein bis zwei Stufen.

Wolken fotografieren

Wenn du im Blendenprioritätsmodus fotografierst, wählst du einfach eine positive Belichtungskorrektur. Wenn du im manuellen Modus fotografierst, kannst du wählen, ob du den ISO-Wert erhöhst, die Blende vergrößerst oder die Verschlusszeit verkürzt – aber im Allgemeinen empfehle ich, nur die Verschlusszeit anzupassen.

Kontrastreiche Bereiche zum Fokussieren nutzen

Die AF-Systeme der Kameras haben oft Probleme, Wolken scharf zu stellen. An bewölkten Tagen zum Beispiel ist der Himmel oft sehr flach und kontrastarm; das ist ein absoluter Albtraum, und das Autofokussystem deiner Kamera verbringt lange Sekunden mit der Suche nach dem perfekten Fokus (und findet ihn oft nicht).

Was kannst du also tun? Du hast ein paar Möglichkeiten.

Wie ich bereits erwähnt habe, ist die eigentliche Schwierigkeit beim Autofokussieren in der Wolkenfotografie der Kontrast. Wenn du keinen Kontrast hast, weiß dein AF-System nicht, was es tun soll, was zu viel Frust und unscharfen Fotos führt.

Stelle also deinen AF-Modus auf AF-S (auch bekannt als One-Shot AF); damit wird dein AF-System angewiesen, die Schärfe zu finden und dann zu speichern. Und stelle den AF-Bereichsmodus auf die Option „Einpunkt“. Du solltest in der Lage sein, kontrastreiche Bereiche genau anzuvisieren.

Als Nächstes wirf einen langen Blick auf den Himmel und sieh nach, ob du einen deutlichen Kontrast erkennen kannst. Positioniere dein einzelnes AF-Messfeld vorsichtig über der kontrastreichen Kante und drücke dann den Auslöser halb durch, um die Schärfe zu speichern.

Passe, während du den Auslöser halb gedrückt hältst, den Bildausschnitt an, bis du das gewünschte Ergebnis erhältst. Wenn du fertig bist, mach die Aufnahme!

kontrastreiche Wolken suchen

Eine andere Möglichkeit ist, dein Objektiv auf manuellen Fokus umzuschalten und dann den Fokusring deines Objektivs vorsichtig zu verstellen, bis die Wolken scharf aussehen.

Diese Option hängt von deiner Fähigkeit ab, manuell zu fokussieren, aber wenn du auf dem LCD-Bildschirm heranzoomst und eine kleinere Blende für einen kleinen Puffer in der Schärfentiefe verwendest, kannst du durchweg gute Ergebnisse erzielen.

Es ist zwar die langsamere Methode der Fokussierung, aber wenn dein AF-System Probleme macht, wird es dich nicht im Stich lassen.

Kamera zum Wolken fotografieren

Wolken sind überall zu sehen und sie verändern sich ständig – das bedeutet, dass sich oft großartige Fotomotive direkt über deinem Kopf bilden.

Wenn du also unterwegs bist, solltest du immer eine Kamera in deiner Tasche, im Auto oder um den Hals tragen. Du willst nicht unterwegs sein, wenn du ein großartiges Wolkengebilde siehst und nicht darauf vorbereitet bist, es einzufangen!

Technisch gesehen kannst du jede Kamera- und Objektivkombination für die Wolkenfotografie verwenden. Wenn du aber detaillierte Wolkenaufnahmen machen willst, empfehle ich dir eine DSLR oder eine spiegellose Kamera (jedes neuere Modell ist gut geeignet, aber auch viele ältere Modelle erfüllen ihren Zweck). Außerdem empfehle ich dir, ein Teleobjektiv zu verwenden, z. B. das 55-200 mm Kit-Objektiv oder das 70-200 mm f/4-Zoom.

Die hochwertigere Kamera sorgt dafür, dass deine Wolkenfotos viele schöne Farben und Details enthalten, während das Teleobjektiv dir die Möglichkeit gibt, hinein- und herauszuzoomen, um eine Mischung aus engeren und weiteren Wolkenaufnahmen zu machen.

starke Bildkomposition mit Wolken. Baum und Feld

Achte auf eine interessante Bildgestaltung

Wenn du wirklich Wolken fotografieren willst, kannst du nicht einfach eine interessante Wolke entdecken, ein oder zwei Fotos machen und dann Feierabend machen. Stattdessen musst du sorgfältig über die Komposition nachdenken. Frag dich vor allem:

  • Was finde ich an dieser Wolkenszene interessant? Wie kann ich sie hervorheben?
  • Wie kann ich einen Rahmen schaffen, der insgesamt ausgewogen wirkt?
  • Wie kann ich den Bildausschnitt verändern, um einen Fluss zu erzeugen?

Die Bildkomposition ist ein komplexes Thema, aber wenn du gerade erst anfängst, solltest du dir genau überlegen, was die Szene besonders macht. Dann tue, was du kannst, um diese Merkmale zu betonen.

Du kannst auch die Drittel-Regel anwenden, die dich dazu anregt, die wichtigsten Elemente zu einem Drittel im Bild zu platzieren. Auch wenn die Drittel-Regel keine wirkliche Regel ist und gelegentlich zu schlechten Ergebnissen führt, bietet sie doch ein einfaches Layout, um ein Gleichgewicht in der Szene zu schaffen.

Übrigens geht es bei der Bildkomposition nicht nur darum, die Theorie zu studieren, sondern auch darum, zu experimentieren! Fühle dich niemals durch Kompositionsregeln und Richtlinien eingeengt. Wenn dir eine interessante Komposition auffällt, dann probiere sie aus und schau, was du schaffen kannst.

Fotografiere bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang

Fotografiere bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang

Es mag offensichtlich erscheinen, aber wenn du farbenfrohe Wolkenfotos machen willst, solltest du den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang einfangen.

Wie du sicher weißt, färbt sich der Himmel bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang rot, orange, lila, blau und alles dazwischen. Es ist eine großartige Zeit, um abstrakte, detaillierte Aufnahmen mit einem Zoomobjektiv zu machen – aber es ist auch eine großartige Zeit, um breitere Bilder zu machen, die die ganze Szene einfangen.

Manche Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge sind spektakulärer als andere. Meiner Erfahrung nach solltest du eine ordentliche Anzahl von Wolken am Himmel haben, aber nicht zu viele. Ich empfehle, die Wettervorhersage im Voraus zu prüfen. Wenn die Zeiten für den Sonnenaufgang oder den Sonnenuntergang teilweise bewölkt sind, solltest du unbedingt mit der Kamera losziehen!

Fotografiere vor und nach einem Gewitter

Fotografieren von Gewitterwolken

Atemberaubende Sonnenauf- und -untergänge sind zwar großartig, aber du kannst auch bei anderem Wetter tolle Wolkenfotos machen.

Vor allem ein stürmischer Himmel sieht fantastisch aus und bietet jede Menge Möglichkeiten für Wolkenfotos. Du kannst wunderschöne Aufnahmen machen, bevor der Sturm beginnt – wenn sich die Wolken noch in der Ferne zusammenbrauen – und du kannst auch tolle Aufnahmen machen, nachdem der Sturm vorübergezogen ist. Vielleicht gelingt es dir sogar, einen atemberaubenden Regenbogen zu fotografieren!

Du kannst sogar versuchen, während des Gewitters zu fotografieren, aber achte darauf, dass du immer in Sicherheit bist und deine Kameraausrüstung schützt. Wenn du die Gewitterwolken in ihrer vollen Pracht einfangen willst, solltest du durch das Fenster deines Hauses fotografieren. Auf diese Weise bekommst du jede Menge Fotomöglichkeiten, musst dich aber nicht um Blitze oder Regen sorgen.

Langzeitbelichtung kann sich lohnen

Wenn du die Idee der Wolkenfotografie magst, aber den abstrakten, künstlerischen Look auf die nächste Stufe heben willst…

…dann sind Langzeitbelichtungen der richtige Weg. Mit einer Langzeitbelichtung lassen sich atemberaubende Wolkenschlieren erzeugen, die einfach umwerfend aussehen.

Wenn du nicht bei Nacht fotografieren willst, brauchst du einen Neutraldichtefilter (je dunkler, desto besser). Außerdem brauchst du ein stabiles Stativ und einen Fernauslöser, um deine Kamera während der Belichtung ruhig zu halten.

So funktioniert’s:

Befestige zunächst deine Kamera auf dem Stativ und wähle dein Motiv aus. Denke daran, dass sich die Wolken bewegen werden. Wenn du dich für eine Komposition entschieden hast, musst du also schnell arbeiten.

Schalte deine Kamera in den manuellen Modus. Wähle dann eine längere Verschlusszeit, um die Bewegung der Wolken einzufangen. Als Nächstes stellst du den niedrigsten ISO-Wert deiner Kamera ein und wählst schließlich eine Blende, die der Belichtung entspricht.

Mit anderen Worten: Wähle den Blendenwert so, dass du ein helles, aber nicht zu helles, Bild aufnehmen kannst. Verwende dann einen Fernauslöser, um den Verschluss auszulösen.

Welche Verschlusszeit ist ideal? Das hängt von der Geschwindigkeit der Wolken und deiner Brennweite ab, also musst du ein bisschen experimentieren. 20 Sekunden sind jedoch ein guter Ausgangspunkt.

Wolken Langzeitbelichtung

Ich empfehle dir, ein paar Aufnahmen zu machen, die Ergebnisse auf dem LCD-Display deiner Kamera zu überprüfen und dann die Verschlusszeit entsprechend anzupassen. Mit der Zeit wirst du eine Geschwindigkeit finden, die gut funktioniert, und am Ende wirst du erstaunliche Wolkenfotos machen können!

Bildbearbeitung von Wolkenfotos

Auch wenn es immer wichtig ist, die Belichtung, den Bildausschnitt und die Bildqualität in der Kamera zu optimieren, kannst du deine Wolkenfotos auch mit einer sorgfältigen Nachbearbeitung erheblich verbessern.

Ich empfehle ein Programm wie Lightroom*, aber jede einfache Bearbeitungssoftware ist geeignet. Sobald du ein neues Bild importiert hast, musst du folgende Punkte beachten:

  • Beschneide es nach Bedarf, um die Komposition zu verbessern
  • Korrigiere den Weißabgleich
  • Passe den Kontrast an, um das Bild zu verstärken
  • Sättigung oder Lebendigkeit für intensivere Farben hinzufügen

Und das sind nur die Grundlagen! Du kannst auch bestimmte Farben mit einem HSL-Werkzeug anpassen, interessante Farbtöne über ein Farbkorrektur- oder ein Split-Toning-Bedienfeld hinzufügen und sogar mit Korrekturpinseln abwedeln und verwischen.

Letztendlich musst du selbst entscheiden, wie stark du deine Fotos bearbeiten willst, aber ein bisschen Bearbeitung kann schon viel bewirken.

Tipps zur Wolkenfotografie: letzte Worte

Ich liebe es, Wolken zu fotografieren – und ich nehme an, du tust das auch! (Falls nicht, wirst du es bald tun!) Wolken sind fantastische Motive und bieten viele atemberaubende Fotomöglichkeiten.

Denk also an die Tipps, die ich dir gegeben habe. Nimm dir viel Zeit zum Üben. Und genieße den Himmel!

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