Tierfotografie – Tipps für bessere Tierbilder

Tierfotos können in den unterschiedlichsten Umgebungen geschossen werden. Zum einen können Fotos von den eigenen Haustieren oder Weidentieren geschossen werden. Diese Tiere sind meist zutraulich und man hat mehr Zeit ein gutes Motiv zu treffen. Eine andere Möglichkeit der Tierfotografie bietet sich in Tierparks oder Zoos.

Hierbei gibt es aber teilweise mehr Hindernisse wie Gitterstäbe oder andere Besucher und man braucht eventuell mehr Geduld, um ein gutes Foto zu schießen.

Am schwierigsten ist es, Tiere in freier Natur zu fotografieren und man muss oft lange warten, bis ein Tier überhaupt zu sehen ist und es ist viel schwieriger den richtigen Moment fürs Fotografieren abzupassen.

Welche Kamera braucht man für die Tierfotografie?

spatz vogel zweig sitzend tier

Für alle genannten Umgebungen gibt es unterschiedliche Kameras oder Kameraeinstellungen, um gutes Tierfotos zu schießen. Wer es sich zum Ziel gesetzt hat eigene, professionelle Tierfotos zu schießen, braucht zunächst eine für dieses Einsatzgebiet geeignete Kamera.

Eine Vollformatkamera kann, wenn sie richtig eingestellt ist, perfekte Resultate bringen.

Sie eignet sich auch für die meisten anderen Arten von Fotos (z.B. Menschenportraits) sehr gut. Eine weitere Option für gute Tierfotos sind sogenannte „Crop-Kameras“, z.B. mit einem APS-C Sensor.

Beide Kameraarten können bei der Tierfotografie genutzt werden.

Welche Objektive bzw. Brennweiten sind wichtig?

Je nachdem wie nah oder weit ein Objekt entfernt ist, wird eine unterschiedliche Brennweite benötigt, um gute Bilder zu schießen. Bei der Tierfotografie gibt es im Wesentlichen die Möglichkeit von Aufnahmen eines ganzen Tieres, Portraits oder Nahaufnahmen.

Für die meisten Aufnahmen eines kompletten Tieres in der freien Natur eignen sich lange Brennweiten am besten. Eine gute Fotoqualität der Tierfotografie kann auch durch lange Teleobjektive erreicht werden. Durch eine große Brennweite können auch weit entfernte Objekte scharf fotografiert werden.

Dies ist zum Beispiel beim Fotografieren von scheuen Tieren wie z.B. Vögeln nützlich, welche weg fliegen würden, falls man ihnen zu Nahe kommt. Für solche Tieraufnahmen können unterschiedliche Brennweiten zwischen 100 – 800 mm geeignet sein.

Für Tierportraits eignen sich wiederum andere Brennweiten besser. Diese sind zum Beispiel beliebt bei Haustieren oder Pferden. Hierbei ist es möglich relativ nah an das Tier heranzukommen und es können kürzere Brennweiten verwendet werden. Eine Möglichkeit ist z.B. eine Brennweite von 50 mm, welcher dem normalen Wert des menschlichen Auges entspricht.

Bei Portraitaufnahmen müssen jedoch andere wichtige Werte wie Belichtungszeit und ISO-Wert richtig eingestellt sein, um ein gutes Bild zu bekommen.

Ein weiterer Bereich der Tierfotografie sind sehr scharfe Nahaufnahmen (Makrofotografie) von kleinen Tieren wie Insekten. Hier hat man gute Chancen, dass das Tier längere Zeit an einem Ort bleibt und kann so einen sehr scharfen Fokus einstellen. Für solche Fotos kann zudem ein Makroobjektiv nützlich sein, welches z.B. eine Vergrößerung von 1:2, 1:5 oder 1:10 herbeiführen kann.

Ebenfalls beliebt bei Tierfotos sind „Action-Fotos“, bei welchen das Tier mitten in der Bewegung fotografiert wird.

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Welche Ausrüstung wird sonst noch benötigt?

Neben der passenden Kamera und geeigneten Objektiven sind zusätzlich ein paar andere Dinge nützlich um, vor allem in freier Natur, gute Tierfotos zu schießen. Es ist sinnvoll Kleidung zu tragen, welche farblich in die Natur passt, damit scheue Tiere nicht verschreckt werden.

Bei einigen Tieren ist es auch möglich diese mit Futter anzulocken (z.B. bei Vögeln), bei anderen Tieren wie Wölfen, sollte dies jedoch nicht getan werden.

Am besten man informiert sich vorher über diese Thematik.

Welche Einstellungen an der Kamera sind wichtig?

Neben der schon genannten Brennweite spielen auch andere Einstellungen an der Kamera eine große Rolle, wenn es darum geht gute Tierfotos zu schießen. Mit den Werten der Blende kann eingestellt werden wie viel Licht diese durchlässt.

Ein kleiner Wert von z.B. f1.8 bedeutet, dass die Blende sehr weit geöffnet ist und ein großer Wert von z.B. f8 bedeutet, dass die Blende weitestgehend geschlossen ist und weniger Licht durchlässt. Mit dem Wert der Blende kann z.B. ein großer Kontrast zwischen Schärfe im Vordergrund und Hintergrund erreicht werden.

So kann z.B. ein Vogel im Vordergrund sehr scharf dargestellt werden und der Hintergrund komplett unscharf. So entsteht dann ein klassisches Naturmotiv.

Der ISO-Wert an der Kamera bestimmt, wie stark ein Bild belichtet wird. Wie hoch dieser in der eigenen Umgebung eingestellt sein muss, hängt von der Helligkeit in diesem Moment ab.

  • Bei Sonnenschein braucht der Wert nicht höher als 100 oder 200 sein.
  • In Wäldern oder bei bewölktem Himmel kann der benötigte ISO-Wert zwischen 400 und 800 liegen.
  • Bei Dunkelheit wie sie z.B. Nachts oder bei Events im Inneren herrscht kann der ISO-Wert zwischen 800 und 3200 liegen.

Am besten probiert man verschiedene Belichtungsstärken für den eigenen Zweck aus, um ein Gefühl dafür zu bekommen.

Zusammenfassung und Fazit

Die Tierfotografie ist ein guter Weg, um schöne Naturfotos zu schießen und den Umgang mit einer Spiegelreflexkamera zu üben. Neben den Skills für die richtige Einstellung der Kamera gibt es zudem einige Regeln für bestimmte Arten von Tierfotos.

Am schnellsten werden die verschiedenen Einstellungen und Perspektiven geübt, indem unterschiedliche Motive aus unterschiedlichen Entfernungen fotografiert werden. Nach einiger Zeit wird mit Sicherheit ein wirklich gutes Foto entstehen und die Motivation steigt, weiter mit der Kamera herumzuexperimentieren.