Makroobjektive: die Wahl des richtigen Objektivs für beeindruckende Makrofotografie

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Die Makrofotografie ermöglicht es uns, die Schönheit der kleinen Dinge in unserer Umgebung einzufangen. Ein wichtiger Faktor für beeindruckende Makroaufnahmen ist jedoch die Wahl des richtigen Objektivs. In diesem Artikel gehen wir auf die verschiedenen Arten von Makroobjektiven ein und erläutern, welches Objektiv für welche Art der Makrofotografie am besten geeignet ist.

Was sind Makroobjektive und wie unterscheiden sie sich von anderen Objektiven?

Canon EF 24-70 mm Makroobjektiv
Foto von Ja Kubislav auf Unsplash

Makroobjektive sind Spezialobjektive, die speziell für die Nahfotografie entwickelt wurden. Sie ermöglichen es dem Fotografen, Bilder von kleinen Objekten mit einer hohen Vergrößerung, oft 1:1 oder mehr, aufzunehmen. Das bedeutet, dass die Größe des Objekts auf dem Foto mit der Größe des Objekts in der Realität übereinstimmt.

Makroobjektive unterscheiden sich von anderen Objektiven dadurch, dass sie eine viel kürzere Naheinstellgrenze und einen größeren Abbildungsmaßstab haben.

Außerdem haben sie in der Regel eine längere Brennweite, die einen größeren Arbeitsabstand zwischen Kamera und Objekt ermöglicht, so dass es leichter ist, kleine, scheue Tiere zu fotografieren, ohne sie zu stören.

Sie verfügen auch über eine präzisere manuelle Scharfeinstellung und Blendensteuerung, wodurch es einfacher wird, kleine Motive scharf abzubilden.

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Welche verschiedenen Arten von Makroobjektiven gibt es und für welche Fotografie-Anwendungen eignen sie sich am besten?

Makroobjektive für die Makrofotografie
Bild von Ronny Overhate auf Pixabay

Es gibt zwei Arten von Makroobjektiven:

  • Standard-Makroobjektive: Diese Objektive haben eine Brennweite von ca. 50-60 mm und eignen sich am besten für allgemeine Nahaufnahmen, z. B. von Blumen, Insekten und kleinen Objekten. Sie bieten einen guten Arbeitsabstand zwischen der Kamera und dem Objekt, so dass es einfacher ist, kleine, unruhige Objekte zu fotografieren, ohne sie zu stören. Sie ermöglichen auch Aufnahmen mit einem Abbildungsmaßstab von 1:1 oder größer.
  • Tele-Makroobjektive: Diese Objektive haben eine längere Brennweite, in der Regel etwa 90-105 mm. Sie eignen sich am besten zum Fotografieren von kleinen, weit entfernten Motiven wie Schmetterlingen oder Libellen. Sie bieten einen größeren Arbeitsabstand zwischen der Kamera und dem Motiv, so dass es einfacher ist, kleine, scheue Motive zu fotografieren, ohne sie zu stören. Außerdem kann man mit ihnen Bilder mit einem Vergrößerungsfaktor von 1:1 oder mehr aufnehmen.

Einige Hersteller bieten auch Makro-Zoomobjektive an, mit denen man die Brennweite verändern kann, ohne auf die Makrofunktion verzichten zu müssen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich Standard-Makroobjektive hervorragend für allgemeine Nahaufnahmen eignen, während sich Tele-Makroobjektive am besten für das Fotografieren kleiner, weit entfernter Objekte eignen.

Zoom-Makroobjektive sind vielseitig und ermöglichen die Änderung der Brennweite bei gleichbleibender Makrofunktion.

Wie berechnet man den Abbildungsmaßstab von Makroobjektiven?

Löwenzahnsamen mit Wassertropfen
Bild von InspiredImages auf Pixabay

Der Abbildungsmaßstab eines Makroobjektivs wird normalerweise als Verhältnis angegeben, z. B. 1:1, was bedeutet, dass die Größe des Objekts auf dem Foto der Größe des Objekts in Wirklichkeit entspricht. Um den Abbildungsmaßstab eines Makroobjektivs zu berechnen, kann die folgende Formel verwendet werden:

Vergrößerung = (Brennweite des Objektivs) / (Brennweite des Objektivs + Verlängerung).

Mit „Verlängerung“ ist der Abstand zwischen dem Objektiv und dem Film oder dem Sensor der Kamera gemeint.

Bei Verwendung eines 50-mm-Makroobjektivs mit einer 25-mm-Verlängerung ergibt sich beispielsweise folgender Vergrößerungsfaktor:

Vergrößerung = 50 / (50 + 25) = 50 / 75 = 2/3 oder 0,67 (1:1,5).

Diese Berechnung geht davon aus, dass das Objektiv auf die kürzeste Brennweite eingestellt ist. Viele Objektive haben eine andere Naheinstellgrenze, wenn sie mit verschiedenen Zwischenringen oder Balgengeräten verwendet werden.

Es ist wichtig zu wissen, dass die Vergrößerung nicht der einzige Faktor ist, der die Qualität von Makroaufnahmen beeinflusst: Blende, Brennweite und Fokussierung spielen ebenfalls eine Rolle für das Endergebnis.

Wie wählt man das richtige Makroobjektiv für die eigene Fotografie aus?

das richtige Makroobjektiv auswählen
Bild von Photo Mix auf Pixabay

Bei der Auswahl eines Makroobjektivs für deine Fotografie solltest du mehrere Faktoren berücksichtigen:

  1. Brennweite: Standard-Makroobjektive haben eine Brennweite von ca. 50-60 mm und eignen sich gut für allgemeine Nahaufnahmen, während Tele-Makroobjektive eine längere Brennweite von ca. 90-105 mm haben und am besten für das Fotografieren kleiner, weiter entfernter Motive geeignet sind.
  2. Vergrößerung: Überlege dir, welche Vergrößerung du für deine Fotos brauchst. Wenn du kleine Objekte stark vergrößert fotografieren möchtest, brauchst du ein Objektiv mit einem höheren Vergrößerungsfaktor, z. B. 1:1 oder größer.
  3. Arbeitsabstand: Beachte den Arbeitsabstand zwischen Kamera und Objekt. Wenn du kleine, unruhige Objekte fotografieren willst, brauchst du ein Objektiv mit einem größeren Arbeitsabstand.
  4. Blende: Beachte die Blendenöffnung des Objektivs. Ein Objektiv mit einer größeren Blendenöffnung (kleinere Blendenzahl) lässt mehr Licht in die Kamera, wodurch es leichter wird, eine geringe Schärfentiefe zu erreichen und das Motiv vom Hintergrund zu isolieren.
  5. Verarbeitungsqualität und Fokussierung: Achte auf die Verarbeitungsqualität des Objektivs und darauf, ob es eine manuelle Fokussierung ermöglicht. Wenn du vorhast, viele Nahaufnahmen mit feinen Details zu machen, ist ein Objektiv mit hochpräziser manueller Fokussierung eine gute Wahl.
  6. Kompatibilität: Achte darauf, dass das Objektiv mit deiner Kamera kompatibel ist.
  7. Budget: Makroobjektive können teuer sein. Daher solltest du dein Budget berücksichtigen und ein Objektiv wählen, das deinen Bedürfnissen und deinem Budget entspricht.

Es ist erwähnenswert, dass einige Anfänger/innen mit Zwischenringen oder Umkehrringen Makroaufnahmen mit ihrem aktuellen Objektiv machen können, ohne ein Makroobjektiv kaufen zu müssen, obwohl die Bildqualität und die Fähigkeiten des Objektivs dadurch beeinträchtigt werden können.

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15 Tipps für die Verwendung von Makroobjektiven in der Praxis.

Hier sind einige Tipps und Tricks für den praktischen Umgang mit Makroobjektiven:

  1. Benutze ein Stativ: Wenn du mit Makroobjektiven arbeitest, ist es wichtig, ein Stativ zu verwenden, um die Kamera ruhig zu halten. Das hilft dir, scharfe Bilder zu machen, besonders wenn du mit hohen Vergrößerungsfaktoren arbeitest.
  2. Benutze einen Blitz oder zusätzliche Beleuchtung: Bei der Makrofotografie ist oft eine zusätzliche Beleuchtung erforderlich, um das Motiv auszuleuchten und die gewünschten Details zu erhalten. Du kannst einen externen Blitz oder eine Dauerlichtquelle verwenden, um das Motiv zu beleuchten.
  3. Benutze den manuellen Fokus: Makroobjektive haben oft eine sehr geringe Schärfentiefe, was es schwierig macht, das Motiv scharf abzubilden. Um dies zu vermeiden, kannst du das Motiv mit dem manuellen Fokus präzise fokussieren.
  4. Verwende eine geringe Schärfentiefe: Um ein Gefühl von Tiefe und eine Trennung zwischen dem Motiv und dem Hintergrund zu erzeugen, verwende eine geringe Schärfentiefe, indem du eine größere Blendenöffnung (kleinere Blendenzahl) am Objektiv verwendest.
  5. Experimentiere mit unterschiedlichen Blickwinkeln: Die Makrofotografie ermöglicht es dir, näher an das Motiv heranzugehen und Details zu erkennen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Experimentiere mit verschiedenen Blickwinkeln und Perspektiven, um einzigartige Bilder einzufangen.
  6. Nutze Focus Stacking: Um bei Makroaufnahmen eine größere Schärfentiefe zu erreichen, kannst du eine Technik namens Focus Stacking anwenden. Dabei werden mehrere Fotos mit unterschiedlichen Fokuspunkten aufgenommen und in der Nachbearbeitung zu einem einzigen Bild mit größerer Schärfentiefe kombiniert.
  7. Sei geduldig und nimm dir Zeit: Makrofotografie kann schwierig und zeitaufwändig sein, also sei geduldig und nimm dir die Zeit, die du brauchst, um das gewünschte Bild zu machen.
  8. Nutze Live View und Fokus-Peaking: Bei einigen Kameras kannst du die Fokuspunkte in der Live View sehen, was das Fokussieren kleiner Motive erleichtert.
  9. Verwende eine Fernbedienung oder einen Selbstauslöser: Bei Nahaufnahmen kann schon die kleinste Bewegung beim Drücken des Auslösers die Kamera zum Verwackeln bringen. Verwende eine Fernbedienung oder einen Selbstauslöser, um das Verwackeln der Kamera zu reduzieren und schärfere Bilder zu erhalten.
  10. Verwende einen Polarisationsfilter: Mit einem Polarisationsfilter kannst du Blendeffekte und Reflexionen auf glänzenden Oberflächen reduzieren, was besonders bei Makroaufnahmen von Insekten oder Wassertropfen nützlich ist.
  11. Verwende einen Reflektor oder Diffusor: Um mehr Licht auf dein Motiv zu bringen oder harte Schatten zu reduzieren, kannst du mit einem Reflektor oder Diffusor den Lichteinfall auf dein Motiv steuern.
  12. Verwende eine Fokussierschiene: Bei extremen Nahaufnahmen kannst du mit einer Fokussierschiene die Kamera und das Objektiv näher oder weiter weg vom Motiv bewegen, um den Fokus und die Vergrößerung genau zu steuern.
  13. Mache mehrere Aufnahmen: Wenn du Makroaufnahmen machst, solltest du mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Fokuspunkten und Beleuchtungseinstellungen machen. So hast du eine größere Chance, das perfekte Foto zu machen.
  14. Benutze eine Streulichtblende: Um Streulicht zu reduzieren und die Vorderseite des Objektivs zu schützen, solltest du eine Gegenlichtblende verwenden.
  15. Reinige das Objektiv und das Motiv: Bevor du eine Makroaufnahme machst, solltest du das Objektiv und das Motiv reinigen, um die bestmögliche Bildqualität zu erzielen.

Wenn du diese Tipps und Tricks befolgst, bist du auf dem besten Weg, mit deinem Objektiv beeindruckende Makroaufnahmen zu machen. Vergiss nicht, geduldig zu sein, dir Zeit zu nehmen und mit verschiedenen Winkeln, Beleuchtungen und Fokussierungen zu experimentieren, um die perfekte Aufnahme zu machen.

Welche Art von Fotografie kann man mit einem Makroobjektiv machen?

Ein Makroobjektiv ist ein speziell für die Nahfotografie entwickeltes Objektiv. Es ermöglicht dem Fotografen, Bilder von kleinen Objekten mit einem hohen Vergrößerungsfaktor, oft 1:1 oder größer, aufzunehmen. Das bedeutet, dass die Größe des Objekts auf dem Foto mit der Größe des Objekts in der Realität übereinstimmt.

Makroobjektive können für viele verschiedene Arten der Fotografie verwendet werden, z. B. für Detailaufnahmen von Blumen, Insekten, kleinen Gegenständen und sogar Lebensmitteln. Sie können auch in der Porträtfotografie eingesetzt werden, um detaillierte Aufnahmen von Augen, Haut und anderen Gesichtsmerkmalen zu machen.

Sie können auch in der Produktfotografie eingesetzt werden, um Detailaufnahmen von kleinen Produkten wie Schmuck, Uhren und anderen kleinen Gegenständen zu machen, und in der Textilfotografie, um die detaillierte Struktur von Stoffen wie Kleidung, Teppichen und anderen Textilien festzuhalten.

Darüber hinaus können Makroobjektive in der Naturfotografie eingesetzt werden, um kleine, weit entfernte Motive wie Insekten, kleine Tiere und Pflanzen zu fotografieren.

Kann man Makroaufnahmen auch mit einem normalen Objektiv machen oder braucht man unbedingt ein Makroobjektiv?

Es ist möglich, Makroaufnahmen mit einem normalen Objektiv zu machen, aber ein Makroobjektiv liefert bessere Ergebnisse. Ein normales Objektiv ist nicht speziell für Nahaufnahmen konzipiert und hat in der Regel eine längere Naheinstellgrenze und einen geringeren Abbildungsmaßstab, was bedeutet, dass es nicht in der Lage ist, hoch vergrößerte Bilder wie ein Makroobjektiv aufzunehmen.

Es gibt jedoch Möglichkeiten, Makroaufnahmen mit einem normalen Objektiv zu machen, z. B. durch Umdrehen des Objektivs, Verwendung eines Zwischenrings oder einer Makrolinse. Beim Umdrehen des Objektivs wird das Objektiv umgekehrt am Kameragehäuse befestigt, was eine genauere Fokussierung und eine höhere Vergrößerung ermöglicht.

Ein Zwischenring ist ein Adapter, der zwischen Kamera und Objektiv angebracht wird, um die Mindestentfernung des Objektivs zu vergrößern. Nahlinsen oder Makrolinsen sind Objektivfilter, die an der Vorderseite des Objektivs angebracht werden und eine schärfere Fokussierung und eine höhere Vergrößerung ermöglichen.

Es ist zu beachten, dass diese Alternativen nicht die gleiche Qualität und Kontrolle wie ein spezielles Makroobjektiv bieten und möglicherweise nicht für alle Arten der Makrofotografie geeignet sind. Ein Makroobjektiv ist speziell für Nahaufnahmen konzipiert und hat in der Regel eine kürzere Naheinstellgrenze und einen größeren Abbildungsmaßstab, was eine bessere Bildqualität und eine genauere Kontrolle über Schärfe und Tiefenschärfe ermöglicht.

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