Zoomobjektiv oder Festbrennweite?

Festbrennweite oder Zoomobjektiv? Gerade für Einsteiger ist diese Frage interessant. Während bei Zoomobjektiven die Möglichkeit gegeben ist, das mittels reinzoomen zu fotografierende Motiv näher heranzuholen, ist die Brennweite bei Festbrennweiten unveränderlich festgelegt. Hier kann nur durch Positionsänderung der Kamera der Bildausschnitt verändert werden.

Festbrennweiten – Lichtstärker und höherer Lerneffekt

Canon 50 mm Festbrennweite

Durch die Nutzung von Festbrennweiten ergeben sich völlig neue Möglichkeiten der Bildgestaltung und ein großer Lerneffekt. Aufgrund der „Einschränkung“ muss sich zwangsläufig stärker mit der Perspektive, dem Abstand sowie dem Blickwinkel beschäftigt werden. Da Zoomen nicht möglich ist, muss näher an das Motiv an das Motiv herangegangen oder sich eben weiter entfernt werden. Der fotografische Blick wird so intuitiver und schneller geschult, ebenso wie das Gefühl für einen guten Bildaufbau. Die meisten Einsatzmöglichkeiten bieten wohl Objektive mit einer Brennweite von 50 mm.

Ein weiterer Vorteil ist die oftmals lichtstärkere Blendenöffnung von maximal f1.8. Hiermit kann ein schönes Bokeh mit einer geringeren Schärfentiefe erreicht werden. Zudem ist die optische Auflösung besser, da bei Festbrennweiten weniger Linsen verbaut werden.

Im Endeffekt erweist sich die Anschaffung einer Festbrennweite oftmals als kostenintensiv da es nicht lange bei einem Objektiv bleiben wird. Wer mit Festbrennweite arbeiten möchte, wird langfristig mindestens zwei oder drei verschiedene Objektive benötigen. Zudem sind wirklich starke Objektive allgemein recht teuer.

Beispiel für eine beliebte Festbrennweite:

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Canon Objektiv EF 50mm Brennweite F1.8 STM Fokussierung (58mm Filtergewinde) schwarz
  • Setzen Sie eine attraktive Hintergrundunschärfe ein, um Ihr Motiv hervorzuheben - ein großartiger Look für Personenaufnahmen.

Zoomobjektive – flexibler und Reise geeignet

Teleobjektiv bzw. Zoomobjektiv an einer Kamera

Ist man jedoch auf einen schnellen Wechsel zwischen unterschiedlichen Brennweiten angewiesen, wird zum Zoomobjektiv geraten. Denn die Flexibilität wird deutlich eingeschränkt, sobald der Abstand zum Motiv nicht selbst bestimmt werden kann, zum Beispiel in der Sportfotografie.

Hier ist das Motiv nicht kontrollierbar und bewegt sich schnell. Veränderbare Brennweiten sind hier durchaus von Vorteil und beim Zoomobjektiv werden mehrere Brennweiten in einem Objektiv vereint.

Auch bei Naturfotografie oder auf Reisen kann ein hochwertiges Zoomobjektiv sich als bessere Wahl erweisen, um ein vielseitiges Objektiv zu haben und nicht ständig zwischen verschiedenen Festbrennweiten (die außerdem alle transportiert werden wollen) wechseln zu müssen. Man gewinnt sowohl Zeit als auch Komfort.

Jedoch ist zu bedenken, dass ein Zoomobjektiv in der Regel und unhandlicher und auch schwerer ist, als ein Festbrennweitenobjektiv.

Was die Zoomleistung der Objektive betrifft, so machen sich starke Unterscheide bemerkbar. Inzwischen gibt es nicht nur Standardzooms die den drei- bis vierfachen Bereich an Brennweite besitzen, sondern auch sogenannte Superzooms, die teilweise einen Brennweitenbereich, der über dem zehnfachen liegt, abdecken.

Prinzipiell sollte beachtet werden, mit steigendem Brennweitenbereich, steigen auch die Kompromisse, welche eingegangen werden müssen.

Beispiel für eine beliebtes Zoomobjektiv:

Canon Telezoomobjektiv EF-S 55-250mm F4-5.6 IS STM Telezoom für EOS (58mm Filtergewinde, optischer Bildstabilisator) schwarz
  • Ein vielseitiges Tele-Zoomobjektiv, das Sie ganz nah an die Action bringt. Ideal für die die Sport-, Natur- und Reisefotografie

Fazit – Zoomobjektiv oder Festbrennweite

Mit Zoomobjektiven lassen sich oftmals bequemer Fotos machen, da der Bildausschnitt einfacher zu verändern ist. Wo Staub und Schmutz gehäuft vorhanden sind, bieten sie einen Vorteil, da das Objektiv nicht ständig gewechselt werden muss und die Kamera somit nicht verschmutzt.

Ist der Wunsch vorhanden sich Ernsthafter mit Fotografie auseinanderzusetzen, ist eine Festbrennweite aber irgendwann unabdinglich, selbst in der Naturfotografie, da sich durch den kleineren Aufnahmeabstand viele spannende Sichtweisen und Gestaltungsmöglichkeiten ergeben.

Im Endeffekt musst der beste Weg zwischen Abbildungseigenschaften, Abbildungsqualität und Flexibilität gefunden werden. Das Ergebnis muss nicht zwangsläufig für nur eine der beiden Optionen ausfallen. Eine Kombination kann durchaus sinnvoll sein.

Und die Vorliebe für eine Art von Objektiv kann nicht immer von technischen Daten abhängig gemacht werden. Viele Argumente werden von Mensch zu Mensch unterschiedlich betrachtet, da sie subjektiv sind.

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