Architekturfotografie – Die wichtigsten Tipps und Tricks

Architekturfotografie Brücke Gebäude

Architekturfotografie (auch als Gebäudefotografie oder Strukturfotografie bezeichnet) bezeichnet im Allgemeinen Fotografie, die sich auf Gebäude konzentriert. Es können Außen- und Innenaufnahmen von Gebäuden sowie Brücken, andere Strukturen und Stadtansichten aufgenommen werden.

Es gibt viele Fotografen, die atemberaubende Architekturfotografien aufnehmen. Einige von ihnen machen es als rein künstlerische Beschäftigung, während andere Karriere machen, indem sie für Kunden wie Architekturbüros, Werbefirmen und Magazine fotografieren.

Ganz gleich, ob Du eine berufliche Laufbahn im Außendienst anstrebst oder Dein Portfolio erweitern möchtest, ein guter Ausgangspunkt ist die Sicherstellung der richtigen Ausrüstung.

Welche Kamera braucht man für die Architekturfotografie?

Wenn Du also nach einer Kamera suchst, die speziell für das Aufnehmen von Strukturen geeignet ist, musst Du Dir keine Gedanken über Funktionen machen, die sich an Action- oder Porträtfotografen richten. Dazu gehören beispielsweise schnelle Serienaufnahmen oder Autofokus-Systeme mit Gesichtsverfolgung.

Suche stattdessen nach einer anständigen DSLR-Kamera oder einer anderen Kamera mit Wechselobjektiv. DSLRs mit Vollbildsensoren sind seit langem der Standard in der Architekturfotografie, da sie qualitativ hochwertige Bilder und eine starke Perspektivenkontrolle bieten.

Welche Objektive (Brennweiten) sind wichtig?

Gerade die Wahl des Objektivs mit der passenden Brennweite ist in der Architekturfotografie sehr wichtig. Profis nehmen gerne die teuren Tilt-Shift-Objektive zur Hand. Anfänger und Amateure greifen eher zu Weitwinkelobjektiven, weil sie bei geringem Objekt-Abständen das ganze Objekt ablichten können.

Grundsätzlich kann man aber sagen, dass ein 24 mm Objektiv nie falsch ist, um Architektur abzulichten.

Sinnvoll ist in jeden Fall auch ein Weitwinkel-Objektiv, für eine APS-C-Kamera etwa ein Objektiv mit 11 bis 16 mm Brennweite. Aufgrund der Dimension und Größe eines Gebäudes und des geringen Abstandes sind Weitwinkelobjektive oft die bessere Wahl.

Wenn du mehr auf die Details eines Objektes gehen möchtest, kannst du auch ein Teleobjektiv zur Hand nehmen, um die Struktur und Fassadenelemente besser abzubilden.

Schloss Neuschwanstein

Welche Ausrüstung wird sonst noch benötigt?

Stativ

Bei der Architekturfotografie geht es um die Kontrolle über das Bild, und dazu gehört auch die Stabilität. Möglicherweise benötigst Du längere Belichtungen, bei denen keine Bildstabilisierung zuverlässig ist.

Mit einem geeigneten Stativkopf und einer geeigneten Ebene kannst Du unerwünschte Neigungshorizonte verhindern und gleichzeitig die exakte Kompositionskontrolle beibehalten.

Ein Graufilter ist ebenfalls zu empfehlen, er entfernt Spiegelungen aus Glasscheiben und zaubert mehr Kontrast ins Bild.

Welche Einstellungen an der Kamera sind wichtig?

Wenn Du Architektur fotografieren, nimm in den Modi Blendenpriorität (AV) oder Manuell auf. Dein Motiv ist stationär, sodass Du bei Bedarf mit längeren Verschlusszeiten aufnehmen könntest. Denke daran, dass alles unter 1/60 Sekunde ein Stativ erfordert.

Bevorzugte Kameraeinstellungen sind:

  • Manueller Belichtungsmodus
  • ISO: 100
  • Blende: f / 8 bis f / 14
  • Verschlusszeit: Variiert je nach Lichteinfall, aber Du kannst mit einer 1/125-Sekunde beginnen und von dort aus fortfahren.

Weitere Tipps zu Architekturfotografie

Wichtig neben der richtigen Ausrüstung ist aber auch, deinen eigenen nicht Stil zu finden. Versuche verschiedene Perspektiven aus, wechsle immer mal wieder den Blickwinkel auf das Gebäude, experimentiere mit der beliebten Schwarz – Weiß Fotografie und versuche dich auf einen gewissen Stil in der Architekturfotografie zu spezialisieren.

Achte beim Perspektivwechsel aber vor allem auf drei Dinge:

Eine erhöhte Kameraposition, den richtigen Abstand zum Objekt und die Wahl einer leichten Seitenansicht. Neben der zentralen Perspektive, also der Draufsicht, gibt es noch die erhöhte Perspektive (auf Höhe der Mitte eines Gebäudes), die Vogelperspektive (hier kommen Drohnen zum Einsatz), die Froschperspektive (sehr spannend) und das Fischaugen- Objektiv (Fish-Eye).

Im Vorfeld kannst du auch über Google-Maps deine Wunsch-Objekte auswählen und so in deiner Stadt eine interessante Route für dich erstellen und digital ablaufen. Hier bietet sich auch ein Nachtspaziergang an, da viele Gebäude nachts interessant beleuchtet sind.

Man geht grundsätzlich von drei unterschiedlichen Ansätzen aus:

Die Tageslichtaufnahme, die blaue Stunde (hier gibt es eine besondere Färbung des Himmels während der Dämmerung nach Sonnenuntergang und vor Eintritt der nächtlichen Dunkelheit) und die Nachtaufnahme.

Nach deiner Tour erfolgt dann die digitale Nachbearbeitung am PC (Post Processing). Hier lässt sich die Bildqualität noch enorm steigern. Die Nachbearbeitung mit Photoshop & Co. ist zwar zeitintensiv, Profis sitzen bis zu 3-4 Stunden an einem Bild, der Aufwand lohnt sich aber ganz bestimmt.

Es liegt an dir, ob du mit deiner Fotografie eher einen künstlerischen Ansatz verfolgst, oder ob du möglichst realistisch und proportionsgetreu arbeiten möchtest.

Abschließend kann man jedoch festhalten, egal ob in der klassischen- oder in der Architekturfotografie, alle Fotografen haben einen Hang zum Perfektionismus. Man sagt zwar, das perfekte Foto gibt es nicht, das Streben danach eines zu schießen macht aber mindestens genauso viel Spaß.

Zusammenfassung und Fazit

Die Architekturfotografie unterscheidet sich von der normalen Fotografie. Du brauchst vor allem eine gute Kamera inklusive Objektiv. Entscheidend kann auch ein Stativ sein, damit Du bei Deinen Bildern genug Stabilität hast. Achte beim Kauf auf die oben genannten Punkte, um eine gute und solide Kaufentscheidung treffen zu können.

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