Was ist der Unterschied zwischen SD-, SDHC- und SDXC-Karten?

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SD-Karten sind heutzutage eines der meistgenutzten Speichermedien für digitale Daten. Jedoch kommen viele bei den ganzen Bezeichnungen (SD-, SDHC- und SDXC) auf der kleinen Speicherkarte durcheinander. Wir geben einmal einen Überblick über die verschiedenen Formate. Denn vor allem als Fotograf ist es nicht nur wichtig zu wissen, wie viele Bilder man aufnehmen kann und in welcher Qualität diese gespeichert werden.

Die verschiedenen SD-Karten gibt es von unterschiedlichen Herstellern in verschiedenen Größen. Dementsprechend können natürlich auch die Preise für diese Speicherkarten variieren. Je nach Größe und Version kannst du mit einem Preis zwischen 6,50 Euro und knapp 140 Euro rechnen.

Unterschied zwischen SD-Karten, SDHC- und SDXC-Karten

SD-Karten

SD-Karten sind bereits seit 2001 auf dem Markt und waren damals eine Neuheit, wenn es um das Transferieren von digitalen Daten geht. Das SD steht dabei übrigens für „secure digital“, also sichere und digitale Speichermedien. Sie speichern bis zu 2 GB an Daten, was heutzutage, fast 20 Jahre später, keine wirklich große Kapazität mehr ist. Man sollte diese nicht in der Fotografie verwenden, da nicht wirklich viele Bilder darauf gespeichert werden können.

Digitale Fotos sind entweder im JPG-Format oder als RAW-Dateien gespeichert. Während JPG-Bilder noch relativ platzsparend sind, nehmen RAW-Dateien um einiges mehr Platz ein. Von daher sind alte SD-Karten nicht zu gebrauchen, wenn man viele und hochqualitative Bilder aufnehmen möchte.

Kurzinfo:

  • nur bis zu 2 GB (Dateiformat FAT16)
  • mittlerweile überholte Technik

SDHC-Karten

Speicherkarten mit der Bezeichnung SDHC („secure digital high capacity“) sind der Nachfolger und werden heutzutage am häufigsten verwendet. Diese speichern bis zu 32 GB, also sehr viel mehr als noch die herkömmlichen SD-Karten. Manche ältere Geräte nehmen SDHC-Karten nicht an, aber die allermeisten sollten damit kompatibel sein.

Der Speicher von 32 GB ist in den meisten Fällen vollkommen ausreichend. Sie speichert mehrere tausend Bilder, welche im Notfall auf den PC oder ein anderes Speichermedium übertragen werden können. Vor allem bei Kompaktkameras, System- und Spiegelreflexkameras oder Camcordern lohnen sich SDHC-Karten. Mit ihnen kann man sich an der Fotografie probieren, ohne direkt viel Geld für größere Speicherkarten auszugeben.

Kurzinfo:

  • bis zu 32 GB (Dateiformat FAT32)
  • genug Platz für mehrere tausend Bilder (mit RAW-Format natürlich weniger)
  • ideal für Anfänger und Hobbyfotografen

SDXC-Karten

SDXC-Karten („secure digital extended capacity“) gibt es bereits seit 2009, sie sind aber erst in den 2010er Jahren richtig in Gebrauch gekommen. Sie haben eine Kapazität von bis zu 2 TB, was für den Alltag und auch für professionelle Aufnahme vollkommen ausreichend ist. Sie lohnen sich also bei teuren Kameras oder Spiegelreflexkameras.

Eine Sache, welche man bei SDXC-Karten auf jeden Fall beachten sollte, ist die Kompatibilität mit dem Endgerät. Da das Format und die Technologie dahinter relativ neu sind, wird sie vielleicht nicht von jeder Kamera erkannt. Man sollte sich also am besten vorher informieren, ob die eigene Kamera auch SDXC-Karten annehmen kann.

Kurzinfo:

  • bis zu 2 TB (Dateiformat exFAT)
  • nicht mit jedem Gerät kompatibel
  • schnellste Schreib- und Lesegeschwindigkeit aller Karten

Geschwindigkeit der Speicherkarten beachten

Eine weitere Bezeichnung auf den kleinen Plastikkarten ist auch die Geschwindigkeit. Hierfür gibt es viele unterschiedliche Bezeichnungen, welche sich auch von Hersteller zu Hersteller unterscheiden können. Im Prinzip sagt dies aber nur aus, wie lange die Datenübertragung von der Karte auf ein anderes Gerät dauert. Es ist also weniger relevant als der Speicherplatz allgemein.

Wer aber nicht lange warten möchte, viele Fotos von der Speicherkarte auf den PC zu übertragen, kann sich hier eine entsprechende Karte zulegen.

Für die Aufnahme von Fotos ist die Schreib- und Lesegeschwindigkeit meist zweitrangig. Bei Videoaufnahmen, vor allem im Bereich von 4k, sollte man aber zu einer schnellen Karte greifen.

Fazit

Speicherkarten gibt es in diesen drei Formaten. Der größte Unterschied ist wohl die Speicherkapazität. Zur alten SD-Karte sollte man heute nicht mehr greifen. Wenn einem 32 GB ausreichen, ist eine SDHC-Karte die beste Wahl. Wer aber längere Zeit ohne das Verschieben oder Löschen von Bildern auskommen möchte, der kann zu einer SDXC-Karte greifen. Beachtet werden sollte dabei immer die Kompatibilität mit der eigenen Kamera.

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